AI-Bildmodelle im Test

Produktfotografie durchlebt einen Paradigmenwechsel: Weg vom physischen Set, hin zur generativen AI. Aber welches Modell liefert bei gleichen Eingaben die professionellsten Resultate?

Um das herauszufinden, haben wir mit AMALYTIX für sieben Produkte aus dem Amazon-Sortiment präzise Prompts für sieben typische E-Commerce-Szenarien erstellt. Dazu zählen Anwendungsbilder, Infografiken, Lifestylebilder, Makroaufnahmen, Rendering-Bilder, Größenvergleichsbilder und Saisonale Geschenkbilder.

Diese Prompts wurden anschließend in einer Reihe moderner AI-Bildmodelle getestet. In unserem Vergleich treten an: Flux.2 [Flex], Flux.2 Pro, Gemini 2.5 Flash Image und Gemini 3 Pro von Google sowie GPT Image 1, GPT Image 1.5 und GPT Image 2 von OpenAI.

Update

Nach der Veröffentlichung von GPT Image 2 haben wir das neue OpenAI-Modell nachträglich in denselben Testszenarien bewertet und die Auswertung vollständig aktualisiert. GPT Image 2 übernimmt im aktualisierten Vergleich die Spitzenposition und zeigt besonders bei Text-Rendering, Infografik-Struktur, Promptgenauigkeit und Produktrealismus deutliche Fortschritte.

In diesem Artikel vergleichen wir die Ergebnisse und zeigen, welche AI die besten Produktbilder liefert.

Bewertungskriterien

Für eine strukturierte und nachvollziehbare Analyse der AI-Modelle haben wir ein präzises Bewertungssystem entwickelt. Jedes Bild wird von zwei Personen aus unserem Marketing-Team unabhängig voneinander anhand von drei zentralen Kriterien beurteilt. Dabei wird in jeder Kategorie ein Score von 1 (schlecht) bis 5 (sehr gut) vergeben:

  1. Gesamteindruck: Diese Kategorie bewertet die visuelle Wirkung, die Bildkomposition und die allgemeine Qualität des Ergebnisses.

  2. Realismus: Hier werden die Glaubwürdigkeit und Authentizität der generierten Elemente geprüft. Bewertungskriterien sind natürliche Proportionen, korrekte Objektstrukturen und eine stimmige Lichtführung.

  3. Promptgenauigkeit: Diese Kategorie misst die präzise Umsetzung der Anweisungen. Entscheidend ist die inhaltliche Übereinstimmung mit dem Prompt.

Anschließend wird die finale Gesamtbewertung als Durchschnitt aller Einzelbewertungen berechnet.

Hinweis

Die beiden Flux-Modelle verweigerten die Bilderstellung für das Produkt Magnesium in fünf von sieben Testszenarien. Als Begründung wurde “Content moderated” angegeben, was auf eine zu strenge Inhaltsfilterung hindeutet.

Anwendungsbilder

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Anwendungsbilder zeigen ein Produkt in seiner typischen Anwendungsumgebung. Sie helfen Amazon-Kunden, sich die Nutzung im Alltag vorzustellen und die praktische Verwendung des Artikels besser zu verstehen.

In dieser Kategorie zeigten sich deutliche Leistungsunterschiede. Besonders GPT Image 2 und Gemini 3 Pro lieferten hier überzeugende Ergebnisse. Im Vergleich zu GPT Image 1.5 zeigt GPT Image 2 einen klaren Fortschritt: Die Produktintegration wirkt natürlicher, Mensch-Produkt-Interaktionen sind weniger fehleranfällig und die Szenen insgesamt stimmiger. Rucksack und Kamera wurden in mehreren Fällen in glaubwürdigen Nutzungssituationen dargestellt.

Im Gegensatz dazu hatten die Flux-Modelle sichtbare Schwierigkeiten mit der Umsetzung. Hier traten häufiger unnatürliche Körperhaltungen, anatomische Fehler oder eine fehlerhafte Darstellung des Produkts selbst auf. Flux.2 Pro interpretierte den Kern des Prompts zudem oft unpräzise, was zu irrelevanten oder unbrauchbaren Ergebnissen führte.

Besonders detailreiche Produkte wie der Rucksack brachten die Modelle an ihre Leistungsgrenzen. Ebenso erwies sich die realistische Darstellung der Flammschale in korrekter Größe und Beschaffenheit als schwer umsetzbare Anforderung.

Fazit: Die Erstellung hochwertiger Anwendungsbilder bleibt für AI-Modelle eine komplexe Herausforderung. Im aktualisierten Vergleich setzt sich GPT Image 2 an die Spitze und zeigt gegenüber GPT Image 1.5 einen klaren Fortschritt. Die übrigen Modelle zeigen in den vorhandenen Testergebnissen häufiger Schwächen bei Mensch-Produkt-Interaktionen und bei der präzisen Produktdarstellung.

Infografiken

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Infografiken sollen Produktmerkmale visuell und prägnant zusammenfassen. Durch Text, Icons und eine klare Struktur werden komplexe Informationen für Kunden schnell erfassbar gemacht.

Mit GPT Image 2 verschiebt sich die Bewertung der Infografiken deutlich. Das Modell liefert die stärkste Kombination aus lesbarem Text, visueller Struktur und inhaltlicher Zuordnung. In den getesteten Beispielen waren Texte nahezu durchgängig korrekt und deutlich zuverlässiger als bei GPT Image 1.5.

Der größte Fortschritt zeigt sich nicht nur beim Text, sondern in der Beziehung zwischen Text und Produkt: Labels, Icons und Connector Lines werden deutlich sinnvoller auf konkrete Produktbereiche bezogen. Dadurch wirken die Layouts weniger zufällig und stärker wie bewusst gestaltete Amazon-Infografiken.

Ein generelles Problemfeld bleibt dennoch der Realismus. GPT Image 2 ist hier klar stärker als GPT Image 1.5, aber nicht in allen Beispielen vollständig konsistent. Produktdetails und kleine Textbestandteile sollten manuell geprüft werden. Flux.2 Pro zeigt zudem die bekannte Diskrepanz: teils realistische Bildwirkung, aber unzuverlässige Umsetzung der eigentlichen Infografik-Aufgabe.

Fazit: GPT Image 2 macht Infografiken im Amazon-Kontext deutlich praxistauglicher. Das Text-Rendering wirkte in den Tests erstmals so stabil, dass viele Szenarien ohne grundlegende Textkorrekturen nutzbar werden. Gleichzeitig bleibt eine manuelle Kontrolle sinnvoll, insbesondere bei kleinen Texten, technischen Angaben und produktkritischen Details.

Lifestylebilder

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Lifestylebilder zeigen Produkte in einem ansprechenden, alltagsnahen Umfeld. Sie sollen eine emotionale Verbindung zum Kunden aufbauen und die Markenbotschaft transportieren, indem sie den Artikel in einem relevanten Kontext präsentieren.

Insgesamt zählte diese Kategorie zu den besser bewerteten Szenarien. Die Modelle zeigten eine hohe Treffsicherheit bei der Umsetzung der Prompts und verstanden die gewünschten Szenarien. Die größte und durchgängige Schwäche lag jedoch im Realismus. Die dargestellten Szenen wirkten oft künstlich und wenig authentisch.

Im aktualisierten Vergleich zählt GPT Image 2 in dieser Kategorie zu den stärksten Modellen und überholt die früheren OpenAI-Modelle deutlich. Die Gesamtkompositionen wirken polierter und professioneller, und Mensch-Produkt-Interaktionen sind seltener fehlerhaft als bei GPT Image 1.5. Gemini 3 Pro ist in den vorhandenen Ergebnissen ebenfalls ein leistungsstarkes Modell mit konstant guten Resultaten.

Die allgemeine Schwäche im Realismus zeigte sich bei den anderen Modellen deutlich. Besonders GPT Image 1 stach hier negativ hervor, dessen Bilder am unnatürlichsten aussahen. Auch die übrigen Modelle hatten Schwierigkeiten, authentische und fotorealistische Szenen zu erzeugen, selbst wenn der Inhalt des Prompts korrekt umgesetzt wurde.

Fazit: Das Erstellen von Lifestyle-Bildern gelingt den stärkeren Modellen inhaltlich bereits gut. GPT Image 2 hebt das Niveau bei Komposition und Promptumsetzung sichtbar an. Die entscheidende Herausforderung bleibt jedoch fotorealistischer Feinschliff in einzelnen Motiven.

Makroaufnahmen

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Makroaufnahmen sind extreme Nahaufnahmen, die dazu dienen, feinste Produktdetails, Materialbeschaffenheit und Qualitätsmerkmale hervorzuheben. Sie sind entscheidend, um die Wertigkeit und die Verarbeitung eines Artikels zu demonstrieren.

Dieses Szenario zählte zu den am schlechtesten bewerteten im gesamten Test und offenbarte eine zentrale Schwäche der AI-Modelle: die realistische Darstellung von Details. Die generierten Nahaufnahmen wirkten durchweg unnatürlich und künstlich, was sich im niedrigsten Realismus-Score aller Kategorien widerspiegelte.

Auch in dieser Kategorie verbessert GPT Image 2 die Gesamtleistung im Vergleich zu GPT Image 1.5, löst das Grundproblem aber nicht vollständig. Gerade bei stark vergrößerten Produktausschnitten fehlt häufig der Kontext, um Materialien, Texturen und konkrete Produktdetails korrekt abzubilden.

Die erheblichen Probleme mit dem Realismus zeigen sich modellübergreifend. GPT Image 2 halluziniert zwar weniger als frühere OpenAI-Modelle, aber Produktkonsistenz bleibt auch hier ein kritischer Prüfpunkt. Besonders GPT Image 1 fällt in dieser Disziplin deutlich ab.

Fazit: Die Erstellung glaubwürdiger Makro-Bilder bleibt eine der größten Hürden für aktuelle AI-Modelle. GPT Image 2 verbessert die Resultate sichtbar, doch Materialstrukturen, Detailtreue und Produktkonsistenz müssen kritisch geprüft werden. Referenzbilder und zusätzlicher Kontext bleiben hier besonders wichtig.

Rendering-Bilder

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Rendering-Bilder sind computergenerierte, fotorealistische Darstellungen von Produkten. Sie werden oft für Studioaufnahmen mit perfekter Ausleuchtung, für die Darstellung von Prototypen oder zur Visualisierung von Produkten in einer neutralen, kontrollierten Umgebung eingesetzt.

Ähnlich wie bei anderen technisch anspruchsvollen Szenarien stellte die Erstellung überzeugender Rendering-Bilder eine große Herausforderung für die meisten AI-Modelle dar. Während die Prompts inhaltlich meist verstanden wurden, mangelte es den Ergebnissen oft an dem für Rendering-Bilder entscheidenden Fotorealismus.

Im aktualisierten Vergleich gehört GPT Image 2 auch bei Rendering-Bildern zur Spitzengruppe. Das Modell liefert in vielen Fällen eine professionellere Produktdarstellung, stimmigere Lichtführung und eine insgesamt robustere Komposition als GPT Image 1.5.

Gemini 2.5 Flash Image ist jedoch eine starke Alternative für reine Rendering-Aufgaben und liefert in Einzelfällen Bestwerte. Die übrigen Modelle – insbesondere GPT Image 1 und Teile der Flux-Ergebnisse – können bei fotorealistischer Tiefe und Konsistenz meist nicht mithalten.

Fazit: Die Fähigkeit, hochwertige Rendering-Bilder zu erzeugen, trennt klar zwischen den Modellen. GPT Image 2 und die Gemini-Modelle liefern hier die verlässlichsten Ergebnisse, wobei Gemini 2.5 Flash Image je nach Produkt eine relevante Alternative ist.

Größenvergleichsbilder

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Größenvergleichsbilder haben die Aufgabe, die Dimensionen eines Produkts verständlich zu machen, indem sie es im Verhältnis zu einem bekannten Objekt zeigen. Dies hilft Kunden, die Größe realistisch einzuschätzen und Fehlkäufe zu vermeiden.

Dieses Szenario erwies sich als die anspruchsvollste Aufgabe im gesamten Test und erzielte die schlechtesten Gesamtbewertungen. Die Modelle zeigten fundamentale Schwierigkeiten damit, korrekte Proportionen, Größenverhältnisse und eine glaubwürdige Perspektive darzustellen, was sich im niedrigsten Realismus-Score aller Kategorien widerspiegelte.

Im aktualisierten Vergleich führt GPT Image 2 diese Kategorie an und ist klar stärker als die früheren OpenAI-Modelle. Das Modell setzt Prompts präziser um und erzeugt häufiger logische Layouts.

Die übrigen Modelle scheitern an dieser Aufgabe. Insbesondere die Flux-Modelle und GPT Image 1 haben sichtbare Schwierigkeiten, Maßstäbe korrekt darzustellen, was sich in falschen und unnatürlichen Proportionen äußert. Interessanterweise verstanden die meisten Modelle zwar die Anweisung im Prompt, konnten die physischen Gesetze von Perspektive und Größenverhältnissen aber nicht korrekt umsetzen.

Fazit: Die korrekte Darstellung von Größenverhältnissen bleibt eine der größten Schwachstellen von AI-Bildmodellen. GPT Image 2 liefert hier die robustesten Ergebnisse im aktualisierten Test, doch Proportionen, Maßstabsbezüge und Perspektive müssen konsequent kontrolliert werden.

Saisonale Geschenkbilder

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Saisonale Geschenkbilder positionieren ein Produkt als ideales Geschenk für einen bestimmten Anlass wie Weihnachten, Ostern oder den Valentinstag. Sie schaffen eine emotionale, thematisch passende Atmosphäre, um den Kaufanreiz zu steigern.

Dieses Szenario gehörte zu den besser bewerteten im Test. Die Modelle setzten die Anweisungen für saisonale Themen zuverlässig um, jedoch überzeugten die Ergebnisse oft nicht in ihrer finalen Ästhetik und visuellen Wirkung.

Auch in dieser Kategorie gehört GPT Image 2 im aktualisierten Vergleich zu den stärksten Modellen. Die Bilder wirken häufig polierter, hochwertiger und visuell stimmiger als bei GPT Image 1.5, bei gleichzeitig sehr präziser Prompt-Umsetzung.

Gemini 3 Pro ist auch hier ein sehr starkes Modell und liefert in den vorhandenen Ergebnissen konstant hochwertige Resultate.

Im Mittelfeld zeigte Flux.2 Pro eine ausgewogene Leistung und lieferte Bilder mit einem guten Realismus und Gesamteindruck, auch wenn die Prompts nicht immer präzise umgesetzt wurden. Das größte Defizit hatte GPT Image 1, dessen Bilder ästhetisch am wenigsten ansprechend waren. Selbst wenn die Anweisungen korrekt befolgt wurden, war der visuelle Gesamteindruck hier am schwächsten.

Fazit: Die Erstellung thematisch passender, saisonaler Bilder gelingt den stärkeren Modellen inhaltlich gut. GPT Image 2 setzt sich im aktualisierten Vergleich durch die Kombination aus genauer Promptumsetzung und stimmiger Gesamtkomposition an die Spitze, während die Produktdarstellung manuell überprüft werden sollte.

Auswertung

Nach der Erweiterung des Tests um GPT Image 2 steht ein neuer Gesamtsieger fest: GPT Image 2. Das Modell erreicht im aktualisierten Vergleich mit einem Gesamtscore von 3,7 den höchsten Wert und übernimmt damit die Spitzenposition vor Gemini 3 Pro.

Das Gesamtergebnis

GPT Image 2 erzielt im aktualisierten Test einen Gesamteindruck von 3,7, einen Realismus-Score von 3,4 und eine Promptgenauigkeit von 4,2. Aus diesen Werten ergibt sich ein Gesamtscore von 3,7, der das Modell im Gesamtranking vor Gemini 3 Pro positioniert. Gemini 3 Pro bleibt dennoch eines der stärksten und konstantesten Modelle und war im ursprünglichen Vergleich führend.

Scores Gesamt

Gesamtscores

Der Vorsprung von GPT Image 2 entsteht vor allem durch die Kombination aus sehr hoher Promptgenauigkeit, verbessertem Realismus und deutlich stärkerem Text-Rendering. Besonders in Amazon-relevanten Szenarien wie Infografiken, Anwendungsbildern und erklärenden Produktvisualisierungen zeigt sich dieser Fortschritt deutlich.

Der Gesamteindruck – eine Kombination aus Bildkomposition und visueller Wirkung – bestätigt dieses Bild: Scores Gesamteindruck

Scores Gesamteindruck

Auffällig ist dennoch, dass auch der neue Gesamtsieger nicht in jeder Nische automatisch die beste Wahl ist. Im Bereich Rendering ist Gemini 2.5 Flash Image für bestimmte Produkte eine sehr starke Alternative. Für Nutzer mit klarem Schwerpunkt auf einzelne Bildtypen lohnt sich deshalb der direkte Modellvergleich.

Weitere Informationen

Für praxisnahe Beispiele zur AI-gestützten Bilderstellung sowie Prompts für diverse Bildtypen empfehlen wir Ihnen einen Blick in unsere Whitepaper zu den Themen”AI-Bilderstellung” und “Amazon Prompts” zu werfen.

Die technische Diskrepanz: Verständnis vs. Fotorealismus

Eine detaillierte Analyse der Kriterien “Promptgenauigkeit” und “Realismus” zeigt ein systematisches Muster über alle getesteten Modelle hinweg: Die AI-Modelle interpretieren Anweisungen inhaltlich korrekt, stoßen aber bei der fotorealistischen Umsetzung an Grenzen.

Scores Promptgenauigkeit

Scores Prompt-Genauigkeit

Bei der Promptgenauigkeit erreicht GPT Image 2 mit 4,2 ein sehr hohes Niveau. Das bedeutet: Wenn im Prompt spezifische Elemente gefordert sind, werden diese inhaltlich meist korrekt platziert und logisch angeordnet.

Der Realismus hingegen bildet den technischen Flaschenhals. Bei GPT Image 2 liegt dieser Wert mit 3,4 deutlich unter der Promptgenauigkeit, ist aber klar stärker als bei GPT Image 1.5 und GPT Image 1.

Scores Realismus

Scores Realismus

GPT Image 2 reduziert die Lücke zwischen Promptverständnis und realistischer Umsetzung, schließt sie aber nicht vollständig. Die Schwierigkeit besteht darin, natürliche Proportionen, korrekte Produktstrukturen und stimmige Materialwirkung konsistent zu erzeugen. Unabhängig vom Modell liegen die Scores für Promptgenauigkeit über denen für Realismus.

Diese Beobachtung wird durch eine statistische Analyse untermauert: Eine starke Korrelation zwischen Realismus und Gesamteindruck belegt, dass die fotorealistische Darstellung der entscheidende Faktor für die Bildqualität ist. Die Prompt-Genauigkeit korreliert deutlich schwächer mit den anderen Kriterien.

Modellspezifische Beobachtungen

Abseits der quantitativen Bewertungen zeigten sich im Testlauf einige modell­spezifische Eigenheiten:

  • Flux (Pro & Flex): Die Ergebnisse fielen ambivalent aus. Zwar erzeugten die Modelle oft ästhetisch ansprechende Bilder, litten jedoch unter mangelnder Konsistenz. Das Modell Flux.2 Pro verzeichnete im Szenario Lifestyle / Garlicpress mit einem Score von 1,0 den niedrigsten Einzelwert des Tests und zeigt besonders im Szenario “Größenvergleich” eine auffällige Schwäche. Ein weiteres technisches Detail: Flux generierte Bilder oft im Format des Input-Bildes statt der im Prompt definierten Größe. Dies lässt sich jedoch manuell in den Aufgabeeinstellungen anpassen.

  • GPT Image 1: Dieses Modell fällt durch eine durchgängige Weichzeichnung auf. Obwohl die Prompts inhaltlich solide umgesetzt werden, wirkt der künstliche “Soft-Look” im Gesamteindruck unrealistisch und schränkt die Nutzbarkeit für E-Commerce-Zwecke stark ein. Mit einem Gesamtwert von 2,0 schneidet es im Test am schlechtesten ab.

  • GPT Image 1.5: Wie auch schon der Vorgänger nutzt dieses Modell meist einen sehr starken Bokeh-Effekt. Der Hintergrund bietet also kaum noch erkennbare Details und wirkt sehr unscharf. Dieses Stilmittel wird im E-Commerce-Kontext oft gezielt eingesetzt, um das Produkt in den Fokus zu rücken. Auffällig ist, dass die GPT-Modelle diesen Effekt wesentlich stärker umsetzen als Gemini oder Flux.

  • GPT Image 2: Im Vergleich zu GPT Image 1.5 zeigt das neue OpenAI-Modell einen klaren Fortschritt. Besonders auffällig sind das nahezu fehlerfreie Text-Rendering, die bessere Zuordnung von Labels und Icons zu konkreten Produktbereichen sowie die insgesamt realistischere Produktdarstellung. Die Bilder wirken weniger zufällig komponiert und stärker wie bewusst gestaltete E-Commerce-Assets. Gleichzeitig bleibt GPT Image 2 kein vollautomatischer Ersatz für manuelle Kontrolle: Produktdetails, Makroaufnahmen, Größenverhältnisse und einzelne Halluzinationen müssen kritisch geprüft werden.

AMALYTIX AI-Bildgenerierung

In AMALYTIX stehen Ihnen alle Google- und OpenAI-Modelle aus dem Test zur Auswahl, einschließlich GPT Image 2, das bereits eingebunden ist. Auf Basis Ihrer Produktdaten erstellt unser Meta-Prompt-System automatisch strukturierte Prompts für viele Bildtypen wie Anwendungsbilder, Infografiken, Renderings oder saisonale Motive, ohne manuellen Prompt-Aufwand. Zusätzlich lassen sich Ergebnisse auf Ihren individuellen Brand Style feinjustieren, und neue Modelle stellen wir generell schnellstmöglich im Tool zur Verfügung.

Fazit

Mit GPT Image 2 verschiebt sich das Ergebnis des Tests deutlich. Während Gemini 3 Pro im ursprünglichen Vergleich die verlässlichste Wahl war, übernimmt nun das neue OpenAI-Modell die Spitzenposition. Besonders für Amazon-relevante Bildtypen wie Infografiken, Anwendungsbilder und erklärende Produktvisualisierungen ist der Fortschritt klar sichtbar: Texte sind deutlich zuverlässiger, Labels und Icons werden sinnvoller mit Produktbereichen verknüpft und die Gesamtkompositionen wirken professioneller.

Entscheidend für die Bildqualität ist der Input: Detaillierte Kontextinformationen, etwa durch Referenzbilder oder präzise Bullet-Points, sind der Schlüssel zu präzisen Ergebnissen. Gaben wir beispielsweise nur das Hauptbild eines Produkts vor, hatten die Modelle oft Schwierigkeiten mit der korrekten Darstellung von Details aus anderen Perspektiven.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass AI-Modelle im E-Commerce mittlerweile einen hohen praktischen Nutzwert bieten, jedoch noch keine vollautomatische Lösung darstellen. Produktkonsistenz, Makrodetails, Größenverhältnisse und fotorealistischer Feinschliff müssen manuell geprüft werden. Die besten Resultate entstehen aus präzisen Prompts, belastbaren Produktdaten, geeigneten Referenzbildern und menschlicher Kuration. Gleichzeitig lohnt sich der Vergleich mehrerer Modelle, da je nach Produkt, Bildtyp und Stil Einzelfälle bestehen, in denen andere Modelle besser passen können.

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FAQ

Welche AI ist am besten für Produktbilder?

Im aktualisierten Test erzielte GPT Image 2 den besten Gesamtscore und ist damit aktuell die stärkste Wahl für die getesteten Amazon-Produktbilder. Besonders überzeugend waren Text-Rendering, Promptgenauigkeit, Infografik-Struktur und Gesamtkomposition. Gemini 3 Pro ist in den vorhandenen Ergebnissen ebenfalls ein sehr starkes Modell und kann je nach Use Case eine passende Alternative sein.

Was sind die größten Herausforderungen für AI-Bildmodelle?

Die größten Schwächen zeigen die aktuellen Modelle bei fotorealistischen Produktdetails (z. B. in Makroaufnahmen), der korrekten Abbildung von Größenverhältnissen und der konsistenten Produktdarstellung über verschiedene Perspektiven hinweg. GPT Image 2 hat diese Bereiche klar verbessert, aber nicht vollständig gelöst.

Warum ist GPT Image 2 im aktualisierten Test vorn?

GPT Image 2 erreichte im aktualisierten Vergleich den höchsten Gesamtscore. Ausschlaggebend waren vor allem die sehr hohe Promptgenauigkeit, ein klar verbessertes Text-Rendering und eine stärkere semantische Bildstruktur in Infografiken. Gleichzeitig bleibt die Modellwahl use-case-abhängig: Gemini 3 Pro und andere Modelle können je nach Produkt und Bildziel die bessere Wahl sein.

Was ist wichtig für gute AI-Produktbilder?

Der entscheidende Faktor ist die Qualität des Inputs. Detaillierte Prompts, die genaue Anweisungen enthalten (z. B. als Bullet-Points) und die Bereitstellung von Referenzbildern sind der Schlüssel zu hochwertigen Ergebnissen. Je mehr Kontext die AI hat, desto besser kann sie die gewünschten Bilder generieren.

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