Sponsored Display Ads für Seller und Vendoren

12.09.2019

Sponsored Display Ads für Seller und Vendoren

Amazon hat neben Sponsored Products und Sponsored Brands jetzt Sponsored Display als dritte Werbeform für Seller und Vendoren angekündigt. Diese Werbeform erlaubt es jetzt auch Sellern und Vendoren, mit wenigen Klicks eigene Retargeting-Kampagnen aufzusetzen.

Gemäß Amazons Ankündigung auf der eigenen Website steht diese Werbeform sowohl Sellern, die die Brand Registry durchlaufen haben, als auch Vendoren sowie Agenturen zur Verfügung. Verfügbar sei diese Werbeform erstmal nur in den USA, aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis dieses Format auch nach Europa und in die anderen Regionen schwappt.

Die Kampagnen funktionieren wie folgt: Der Werbetreibende wählt zuerst die Produkte aus, die via Display Werbung beworben werden sollen und legt ein Maximal-Gebot für einen Klick fest. Amazon erstellt daraus automatisch die amazon-typischen Display-Anzeigen und blendet diese potentiellen Käufern ein, die entweder

  • auf der eigenen Produktdetailseite gewesen sind,
  • in den zum Produkt passenden Kategorien unterwegs waren oder
  • auf ausgewählten anderen Produktdetailseiten gewesen sind

und noch nicht gekauft haben.

Die Anzeigen werden dabei sowohl auf der Amazon-Seite (Suchergebnisseite, Produktdetailseite, sonstige Seiten) als auch außerhalb der Seite z.B. in Apps oder Seiten von Drittanbietern, die am Amazon Werbesystem teilnehmen. Die Anzeigen verfügen je nach Größe über das Hauptbild, den Preis, die Bewertung, Badges und einen "Jetzt kaufen" Button, der direkt zu der Produktdetailseite führt. Der Werbetreibende muss also weder Anzeigen gestalten, diese freigeben lassen noch Keywords oder ähnliches vorgeben.

Die Abrechnung erfolgt wie bei Sponsored Products und Sponsored Brands auf CPC Basis also klick-basiert. Impressions sind daher z.B. im Gegensatz zu Amazons DSP Lösung kostenlos. Wie bei Sponsored Products auch, können Anzeigen mit einem Tagesbudget versehen werden. Einen Minimum-Spend gibt es nicht. Amazon behält sich jedoch vor, dass Gebot zu in Abhängigkeit zur Conversion-Rate zu erhöhen oder zu senken. Das kann auch dazu führen, dass Tagesbudgets überschritten werden. Im 30-Tage-Mittel soll aber das vorgegebene Tagesbudget eingehalten werden.

In der API Dokumentation weist Amazon zudem darauf hin, dass Product Display Ads (PDA) jetzt über diese Schnittstelle verwaltet werden.

Neben den von Sponsored Products bekannten Metriken stellt Amazon für diese Werbeform weitere Metriken zur Verfügung, z.B. die Anzahl der Seitenaufrufe, die innerhalb von 14 Tagen nach dem Klick stattgefunden haben. Weitere Kennzahlen sind zudem in Planung.

Amazon empfiehlt (natürlich) für alle Produkte entsprechende Sponsored Display Kampagnen anzulegen und dann - je nach Werbeziel - die Produkte aus den Kampagnen zu entfernen, die die gesetzten Ziele nicht erfüllen. Alternativ kann natürlich auch das Gebot angepasst werden, um die durchschnittlichen Klick-Kosten zu reduzieren.

Man darf gespannt sein, wann diese Werbeform auch in Europa verfügbar sein wird.

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