Amazon Sponsored Display (jetzt Displayanzeigen): Targeting, Kosten, Kampagnen
Bezüge verglichen, Größen geprüft, drei Bewertungen gelesen. Die Käuferin sieht sich auf amazon.de das orthopädische Hundebett „FELMORA Hundebett Ortho L“ an, ASIN B0EXAMPLE3. Dann schließt sie den Tab, ohne zu kaufen. Sponsored Products zeigen ihr das Bett nur, wenn sie wieder sucht oder auf eine passende Produktseite kommt. Mit Displayanzeigen kann FELMORA sie erneut erreichen: auf der Detailseite eines Wettbewerbers, auf der Amazon-Startseite, auf Twitch oder in der App eines Drittanbieters.
Sponsored Display heißt heute Displayanzeigen (englisch: display ads). Bestehende Kampagnen laufen ohne Unterbrechung weiter. Neue legen Sie in Amazon Ads Agent über „Create campaign“ (Kampagne erstellen) → „Display“ an.
Als dieser Artikel 2020 erschien, konnten in Deutschland nur Vendoren Sponsored Display buchen. Heute können das auch Professional-Seller mit Brand Registry.
Die Haustiermarke FELMORA verkauft als Seller auf amazon.de. Ihr Hundebett und ihre Leckerlis begleiten uns durch den Artikel: von den Voraussetzungen über Targeting und Kosten bis zur Auswertung und den Änderungen durch DVA+.
Was ist Amazon Sponsored Display (Displayanzeigen)?
Displayanzeigen sind ein Self-Service-Werbeformat für Produkte im Amazon Store. Amazon baut die Anzeige aus Bild, Titel, Sternebewertung, Prime-Logo und Preis Ihrer Detailseite. Ändert sich dort etwas, ändert sich die Anzeige mit. Ein Klick führt auf die Detailseite oder auf eine eigene Landingpage.
Sie richten die Anzeige auf zwei Arten aus: nach dem Kontext, also nach Produkten und Kategorien, oder nach Zielgruppen, also nach Amazon-Zielgruppen und Remarketing. Abgerechnet wird pro Klick (CPC) oder pro 1.000 sichtbaren Impressionen (vCPM). Ein Mindestbudget gibt es nicht.
In der Konsole heißt das Format inzwischen schlicht „Display“, in Amazons Hilfe auch „Display (smart mode)“. Früher hieß es Sponsored Display, davor Product Display Ads (PDA). In den USA startete Sponsored Display 2019. Wann Amazon es in Displayanzeigen umbenannt hat, nennt Amazon nicht.
Sponsored Products bewerben einzelne Produkte, vor allem in der Suche. Sponsored Brands stellen eine Marke mit mehreren Produkten vor. Über Amazon DSP kann jeder Werbetreibende programmatisch Reichweite einkaufen. Mit Displayanzeigen bewirbt FELMORA ebenfalls Produkte auf Amazon, erreicht die Hundebett-Käuferin aber auch abseits der Suche.
Alle fünf Formate sehen Sie im Vergleich. Die Karte der Displayanzeigen fasst zusammen, worum es hier geht:
Sponsored Products
- Abrechnung
-
CPC (pro Klick)
- Mindestbudget
-
keine monatlichen oder Vorabgebühren, Tagesbudget
- Wer kann buchen
-
Professional-Seller, Vendoren, Buchverlage, KDP-Autoren, Agenturen
- Targeting
-
Keywords, Produkte (manuell oder automatisch)
- Wo erscheint die Anzeige
-
in und neben Suchergebnissen, auf Produktseiten, auch auf Amazon-Seiten und bei Drittanbietern
- Status in Deutschland
-
verfügbar
Sponsored Brands
- Abrechnung
-
CPC, vCPM oder Reserve Share of Voice (Festpreis vorab)
- Mindestbudget
-
kein Minimum bei CPC und vCPM; Reserve Share of Voice mit Mindestabnahme
- Wer kann buchen
-
Vendoren, Professional-Seller mit Brand Registry
- Targeting
-
nicht bestätigt
- Wo erscheint die Anzeige
-
Amazon Store; Formate: Kollektion, Store Spotlight, Video
- Status in Deutschland
-
verfügbar
Displayanzeigen ehemals Sponsored Display
- Abrechnung
-
CPC oder vCPM
- Mindestbudget
-
kein Minimum
- Wer kann buchen
-
Vendoren, Professional-Seller mit Brand Registry
- Targeting
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Kontext (Produkte, Kategorien), Zielgruppen (Amazon-Zielgruppen wie Interessen oder In-Market, Remarketing, AMC-Zielgruppen)
- Wo erscheint die Anzeige
-
Amazon Store, Amazon-Seiten wie Twitch, Websites und Apps von Drittanbietern
- Status in Deutschland
-
verfügbar; bestehende Kampagnen laufen weiter
Streaming-TV-Anzeigen ehemals Sponsored TV
- Abrechnung
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Pakete im Self-Service oder Managed Service
- Mindestbudget
-
Self-Service-Pakete: USD 10.000 empfohlen
Managed-Service-Pakete: USD 50.000 Minimum
- Wer kann buchen
-
auch Werbetreibende ohne Verkauf auf Amazon
- Targeting
-
nicht bestätigt
- Wo erscheint die Anzeige
-
Prime Video, Fire TV, Twitch, Premium-Streaming-Apps
- Status in Deutschland
-
Deutschland in Amazons Länderliste, Angebot je Land unterschiedlich
Self-Service-Route ohne Minimum (ehemals Sponsored TV) gibt es in Deutschland nicht
Amazon DSP / DVA+
- Abrechnung
-
CPM (pro 1.000 Impressionen) plus Gebühren
- Mindestbudget
-
Managed Service: meist ab USD 50.000, je Land unterschiedlich
Self-Service: eigenes Budget, keine Verwaltungsgebühr
DVA+: kein Mindestbudget USA, Beta
- Wer kann buchen
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alle Werbetreibenden, auch ohne Verkauf auf Amazon
- Targeting
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Amazon-Zielgruppen, Keywords, Produkte, In-Market-Kategorien
- Wo erscheint die Anzeige
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Amazon-eigene Platzierungen, Streaming-Partner, Websites und Apps von Drittanbietern
- Status in Deutschland
-
Wer DSP schon nutzte, sieht weiter die Amazon DSP-Oberfläche
DVA+ für Deutschland Demnächst
Legende: „USA, Beta“ = nur in den USA, in der Beta · „Demnächst“ = angekündigt, noch nicht verfügbar · „nicht bestätigt“ = keine geprüfte Quelle
Stand: 31.10.2026. Quelle: Produktseiten und Ankündigungen von Amazon Ads.
Wer Displayanzeigen buchen kann
Amazon nennt als Voraussetzung: Vendoren und Professional-Seller, die in der Brand Registry (Markenregistrierung) eingetragen sind. Ob auch Vendoren selbst eingetragen sein müssen, lässt Amazons Formulierung offen. Deutschland steht auf Amazons Länderliste, zusammen mit 13 weiteren Ländern, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und die Niederlande.
Werbetreibende, die selbst nicht auf Amazon verkaufen, können Displayanzeigen nur in den USA buchen, und dort nur mit Zielgruppen-Targeting. In Deutschland bleibt ihnen für Display-Werbung Amazon DSP. Remarketing setzt außerdem voraus, dass das beworbene Produkt im Amazon Store verkauft wird.
FELMORA erfüllt die Voraussetzungen: Professional-Seller, Marke in der Brand Registry eingetragen. Die Kampagne kann also starten.
Targeting: Kontext oder Zielgruppen
Soll das Hundebett neben einem Wettbewerberbett erscheinen oder die Käuferin später auf Twitch erreichen? Das entscheidet die Ausrichtung. Sie legt fest, wen Sie wo erreichen: Kontextbezogene Anzeigen bleiben im Amazon Store. Nur Zielgruppen-Anzeigen können auch außerhalb von Amazon laufen.
Folgen Sie der Käuferin und wechseln Sie die Abrechnung. So sehen Sie, welche Ausrichtung sie an welcher Stelle erreicht und ob ihr Kauf für die Kampagne zählt.
Abrechnung:
Schritt 1: Eine Kundin sieht sich auf amazon.de das Hundebett eines Wettbewerbers an.
Kontextbezogenes Targetingerreicht sie
Ihre Anzeige für das FELMORA Hundebett Ortho L (B0EXAMPLE3) erscheint auf genau dieser Seite, weil Sie Hundebetten von Wettbewerbern in derselben Preisklasse ansprechen.
Wo: Produktdetailseite des Wettbewerbers, etwa neben den Rezensionen
Zielgruppen (Remarketing)nicht hier
Views-Remarketing richtet sich an Personen, die Ihr oder ein ähnliches Produkt angesehen und nicht gekauft haben. Das passiert erst ab dem nächsten Schritt.
Was Sie bei CPC zahlen
Nur wenn sie auf die Anzeige klickt.
Zählt der Kauf für die Kampagne?
noch kein KaufNoch kein Kauf. Es gibt nichts zuzuordnen.
Erfundenes Beispiel mit der Marke FELMORA, vereinfacht. Attribution laut Amazon: 14 Tage, letzter Kontakt, Klicks vor Views.
Kontextbezogenes Targeting: Produkte und Kategorien
Das kontextbezogene Targeting hieß bis Juni 2022 „Produkt-Targeting“. Sie richten die Anzeige auf einzelne Produkte aus, eigene oder fremde, oder auf ganze Kategorien. Kategorien grenzen Sie nach Preis, Marke und Prime-Versand ein.
Diese Anzeigen erscheinen nur im Amazon Store: auf Produktdetailseiten, neben Kundenrezensionen und in den Suchergebnissen.
FELMORA richtet eine Kampagne auf die Hundebetten von Wettbewerbern in derselben Preisklasse aus. Eine zweite Ausrichtung zielt auf die eigenen Detailseiten: Dort sollen Käufer weitere FELMORA-Produkte sehen, statt über eine fremde Anzeige abzuwandern. Amazon selbst empfiehlt diese Reihenfolge: zuerst kontextbezogen Besuche auf Detailseiten erzeugen, dann mit Remarketing die Käufer zurückholen, die nicht gekauft haben.
Zielgruppen: Amazon-Zielgruppen und Remarketing
Beim Zielgruppen-Targeting gibt es vier Bausteine:
- Amazon-Zielgruppen in vier Gruppen: Interessen, Lebensereignisse, Lebensstil und In-Market (Menschen, die gerade in einer Kategorie einkaufen).
- Remarketing nach Ansichten: Menschen, die Ihre Produkte oder ähnliche Produkte angesehen und nicht gekauft haben.
- Remarketing nach Käufen: Menschen, die Ihre Produkte, verwandte Produkte oder in einer Kategorie gekauft haben. Das passt für Wiederholungskäufe und Cross-Selling.
- AMC-Zielgruppen: eigene Zielgruppen aus der Amazon Marketing Cloud, nach Regeln oder als Lookalike gebaut. Dafür brauchen Sie einen AMC-Zugang, den es auch in Deutschland im Self-Service gibt.
Für jede Remarketing-Zielgruppe legen Sie einen Rückblickzeitraum fest. Amazon nennt als Beispiele 7, 14 und 30 Tage.
Zielgruppen-Anzeigen erscheinen im Amazon Store, etwa auf der Startseite und auf Detailseiten. Sie laufen außerdem außerhalb von Amazon: auf Twitch, in Apps und auf Websites von Drittanbietern. Amazons Hilfe nennt zusätzlich Amazon Fresh, Whole Foods Market und IMDb.
FELMORA will die Käuferin nach dem Schließen des Tabs zurückholen: mit Remarketing nach Ansichten und 14 Tagen Rückblick. Bei der Nachfüllpackung Hundeleckerlis B0EXAMPLE4 geht es um Nachschub: Hier setzt die Marke auf Remarketing nach Käufen mit 30 Tagen Rückblick. Beide Werte sind Beispiele, keine Empfehlung.
Optimiertes Targeting
Seit dem 15. August 2025 können Kampagnen mit der Optimierung „Conversions“ das optimierte Targeting („Optimized targeting“) nutzen. Amazon wählt dann die Zielgruppen selbst aus. Eigene Ausrichtungen können Sie zusätzlich hinzufügen. Deutschland ist in Amazons Ankündigung aufgeführt.
Was kosten Displayanzeigen? CPC, vCPM und Gebote
Sie wählen zwischen zwei Abrechnungsarten: pro Klick (CPC) oder pro 1.000 sichtbaren Impressionen (vCPM). Als sichtbar gilt eine Impression, wenn mindestens 50 % der Anzeige eine Sekunde lang zu sehen sind, bei Videos zwei Sekunden.
Das Tagesbudget ist kein festes Tageslimit. Es gilt als Durchschnitt über den Kalendermonat. An einzelnen Tagen kann Amazon mehr ausgeben als den eingetragenen Betrag.
Bei der Gebotsoptimierung nennen Amazons Leitfaden und die API-Dokumentation noch drei Optionen: für sichtbare Impressionen, für Seitenbesuche und für Conversions. Seit dem 4. April 2025 hat Amazon aber alle aktiven Kampagnen mit den Zielen Reichweite und Seitenbesuche auf das Conversion-Ziel umgestellt, auch in Deutschland. Für Ihre erste Kampagne empfiehlt Amazon die Optimierung auf Conversions.
Laut Amazons API-Dokumentation kann Amazon ein Gebot um bis zu 300 % erhöhen oder auch senken. Die Seite stammt aus dem Jahr 2023; ob die Regel heute noch gilt, ist nicht bestätigt.
Zu Standard- und Mindestgeboten nennt Amazon auf seinen Seiten nur Werte in USD, etwa 1 USD als Standardgebot für CPC und 5 USD für vCPM. Euro-Werte für amazon.de haben wir in Amazons Quellen nicht gefunden. Orientieren Sie sich am Gebotsvorschlag, den die Konsole beim Anlegen zeigt.
Ist das Produkt nicht kaufbar oder hält Ihr Angebot nicht das Featured Offer (Buy Box), stoppt die Anzeige. Dann fallen keine Kosten an.
Welche Abrechnung passt, hängt vom Ziel ab. Die Zeile „Passt, wenn“ ist unsere Einschätzung, nicht Amazons:
| CPC | vCPM | |
|---|---|---|
| Sie zahlen für | jeden Klick | 1.000 sichtbare Impressionen |
| Als Conversion zählt | ein Kauf nach einem Klick | ein Kauf nach einem Klick oder nach einer Ansicht |
| Passt, wenn | Sie Umsatz wollen und mit Sponsored Products vergleichen | Sie Reichweite wollen und außerhalb von Amazon nachfassen |
Werbemittel: was Amazon baut und was Sie anpassen
Das Hauptbild des Hundebetts wird zum Anzeigenbild, die Sternebewertung wandert mit. Amazon erzeugt das Werbemittel standardmäßig aus der Detailseite. Ein schwaches Hauptbild oder wenige Bewertungen bleiben damit auch in der Displayanzeige sichtbar. Prüfen Sie Bilder, Titel und Bewertungen vor dem Start, genauso wie vor einer Sponsored Products Kampagne.
Sie können das Werbemittel anpassen: mit eigenem Logo, eigener Überschrift und einem Lifestyle-Bild. Zusätzlich gibt es ein Videoformat. Angebots- und Rabatt-Hinweise zeigt Amazon automatisch an, wenn ein Deal oder Rabatt läuft.
Zur maximalen Videolänge widersprechen sich Amazons Seiten. Prüfen Sie die Vorgaben in der Konsole, bevor Sie ein Video produzieren. Auch ob und wie lange Amazon eigene Werbemittel prüft, haben wir nicht verifiziert.
Eine Kampagne für Displayanzeigen anlegen
Neue Kampagnen legen Sie in Amazon Ads Agent über „Create campaign“ (Kampagne erstellen) → „Display“ an. In der Kampagnenliste stehen sie unter dem Reiter „Display, Video and Audio“ (Display, Video und Audio). So sahen die Beschriftungen in unserer englischen Oberfläche im November 2026 aus. Ältere Sponsored Display Kampagnen bleiben, wo sie sind, und laufen weiter.
-
Produkte auswählen
Amazon empfiehlt mindestens 10 Produkte pro Kampagne. Fassen Sie ähnliche Produkte zusammen.
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Ausrichtung wählen
Kontextbezogen (Produkte, Kategorien) oder Zielgruppen (Amazon-Zielgruppen, Remarketing), dann eingrenzen.
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Abrechnung, Optimierung und Budget festlegen
CPC oder vCPM, die Gebotsoptimierung und das Tagesbudget. Ein Enddatum ist nicht nötig.
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Werbemittel festlegen
Automatisch aus der Detailseite oder mit eigenem Logo, eigener Überschrift und Bild.
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Benennen und starten
Ein Name, der Ausrichtung und Abrechnung verrät, macht die Berichte später lesbar.
Amazon empfahl schon zum Start von Sponsored Display 2019, breit anzufangen und Produkte, die das Ziel verfehlen, später herauszunehmen. Unser Rat: Legen Sie pro Ausrichtung eine eigene Kampagne an. So sehen Sie getrennt, was Anzeigen auf Wettbewerberseiten und was Remarketing bringen.
FELMORA startet mit drei Kampagnen:
- Kampagne 1: das Hundebett kontextbezogen auf Wettbewerberbetten ausrichten, pro Klick abrechnen.
- Kampagne 2: Interessenten des Hundebetts per Remarketing nach Ansichten erreichen, per vCPM abrechnen.
- Kampagne 3: die Leckerlis mit Remarketing nach Käufen bewerben.
Wie Sie Gebote und Budgets nach dem Start laufend anpassen, zeigt der Artikel Amazon PPC-Kampagnen optimieren.
Ergebnisse auswerten: Attribution, Berichte, neue Kunden
Für Seller und Vendoren gilt bei Displayanzeigen dasselbe Zuordnungsfenster: 14 Tage. Amazon zählt auch Käufe anderer Produkte derselben Marke mit (Halo-Effekt). Bei FELMORA kann also auch ein Leckerli-Kauf für die Hundebett-Anzeige zählen. Entscheidend ist der letzte Kontakt, wobei Klicks Vorrang vor Ansichten haben. Bei CPC-Kampagnen zählen nur Klicks, bei vCPM-Kampagnen Klicks und Ansichten.
Bei Sponsored Products gelten für Seller dagegen 7 Tage, für Vendoren 14 Tage. FELMORA vergleicht als Seller also den ACoS aus Displayanzeigen mit 14 Tagen Fenster und den ACoS aus Sponsored Products mit 7 Tagen. Beide heißen ACoS, zählen aber unterschiedlich lange.
Seit dem 1. Januar 2026 nutzt Amazon für vCPM-Displayanzeigen ein kürzeres Zeitfenster für Ansichten, ergänzt um weitere Einkaufssignale. Das gilt auch für Sponsored Brands mit vCPM und für DSP-Anzeigen im Amazon Store, Deutschland eingeschlossen. Wie lang das neue Fenster ist, hat Amazon nicht veröffentlicht. Die Kennzahlen mit 14 Tagen über alle Ansichten bleiben abrufbar, die Zuordnung nach Klicks bleibt unverändert. Vergleichen Sie den ROAS deshalb nur innerhalb eines Modells: vor oder nach dem 1. Januar 2026.
Vom zugeordneten Umsatz zieht Amazon die Umsatzsteuer ab. Stornierungen innerhalb von 72 Stunden werden ebenfalls abgezogen. Wie Sie daraus den ACoS berechnen, steht im eigenen Artikel. Neukunden der Marke (new-to-brand) sind Käufer, die in den 365 Tagen davor nichts von Ihrer Marke gekauft haben.
Die Konsole zeigt unter anderem Impressionen, sichtbare Impressionen, Klicks, CPC, vCPM, CTR, Umsatz, ACoS, ROAS und Neukunden der Marke. In den Berichten über die API trennt Amazon Conversions nach Klicks und nach Ansichten und ergänzt Reichweite, Frequenz und langfristigen Umsatz. Als Berichte gibt es den Kampagnen-, den Targeting-, den Bericht beworbener Produkte und den Bericht gekaufter Produkte.
Amazon schließt die alten Berichtsseiten für gesponserte Anzeigen und für Display-, Video- und Audiokampagnen am 31. Dezember 2026. Ab dem 17. Dezember 2026 können Sie dort keine neuen Berichte mehr anlegen oder bearbeiten, danach werden gespeicherte Berichte und der Verlauf gelöscht. Ziehen Sie geplante Berichte rechtzeitig in die neue, einheitliche Berichtsseite um (Stand 31. Oktober 2026).
Wie sich Sponsored Products und Displayanzeigen überschneiden und auf welchem Weg Käufer zum Kauf kommen, zeigt die Amazon Marketing Cloud.
In unserem Beispiel liegt die vCPM-Kampagne mit Remarketing beim ROAS vor der CPC-Kampagne auf Wettbewerberbetten. Ein Teil des Vorsprungs steckt in der Zählweise: Bei vCPM zählen auch Käufe nach Ansichten. Vergleichen Sie deshalb CPC mit CPC und vCPM mit vCPM.
Displayanzeigen, DSP und DVA+: was sich ändert
Displayanzeigen und Amazon DSP unterscheiden sich in drei Punkten:
- Wer bucht: Displayanzeigen sind für Seller und Vendoren mit Produkten auf Amazon. DSP steht jedem Werbetreibenden offen.
- Inventar: DSP erreicht zusätzlich Prime Video, Streaming-Partner und Werbeplätze, die über programmatische Deals gekauft werden.
- Aufwand und Budget: Die alte Fassung dieses Artikels nannte für DSP einen Einstieg ab etwa 10.000 EUR. Das gilt so nicht mehr: Der Managed Service von DSP beginnt meist ab 50.000 USD, für Self-Service nennt Amazon kein Mindestbudget. Nur für Streaming-TV-Pakete im Self-Service empfiehlt Amazon 10.000 USD, als Empfehlung, nicht als Minimum.
Für FELMORAs Hundebett sind Displayanzeigen damit der einfachere Einstieg. DSP lohnt sich, wenn Sie Käufer schon erreichen wollen, bevor diese auf Amazon suchen.
DVA+: ein neuer Kampagnentyp für Display, Video und Audio. Amazon sagt, er vereint Sponsored Display, Sponsored TV und programmatische Kampagnen.
Status USA: erweiterte geschlossene Beta. Den Start der offenen Beta erwartete Amazon für Ende Oktober 2026, bestätigt war er am 31. Oktober 2026 nicht.
International: Amazon plant die Ausweitung bis zum vierten Quartal 2026, 35 Märkte im ersten Quartal 2027 und die API im ersten Quartal 2027. Deutschland nennt Amazon nicht ausdrücklich: Demnächst.
Steuerung: Bei DVA+ übernimmt AI Targeting, Gebote, Inventar und Werbemittel. Manuelles Targeting und Remarketing liegen in erweiterten Einstellungen, die Werbetreibende mit gesponserten Anzeigen auf Anfrage bekommen.
Ob die klassischen Displayanzeigen mit CPC und manuellem kontextbezogenem Targeting bleiben, wenn DVA+ nach Deutschland kommt, sagt Amazon nicht. Mehr zu DVA+ steht im DSP-Artikel. Videoanzeigen auf Streaming-Plattformen, früher Sponsored TV, gehen ebenfalls in DVA+ auf.
Displayanzeigen neben Sponsored Products im Blick behalten mit AMALYTIX Advertising
Ein Hundebett, drei Kampagnen: Das lässt sich noch überblicken. Kommen Sponsored Products, Sponsored Brands und mehrere Marktplätze dazu, liegen die Zahlen in verschiedenen Berichten. Bevor Sie die Frage „Was bringen Displayanzeigen zusätzlich zu Sponsored Products?“ beantworten können, heißt es: exportieren, zusammenführen, vergleichen.
AMALYTIX Advertising wertet Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display auf allen verbundenen Marktplätzen in einer Oberfläche aus. Im Insights-Tab „Verteilung“ sehen Sie je Marktplatz, welche Anzeigentypen Kosten verursachen und Umsatz bringen. Kampagnen mit einem ACoS über Ihrem Grenzwert finden Sie per Filter in der Kampagnentabelle; den Filter können Sie speichern. Die Flop-Listen zeigen alles mit mindestens 20 Klicks und einem RoAS unter 2. Ist das Tagesbudget einer Kampagne aufgebraucht, meldet sich ein Budget-Hinweis.
Die Grenzen: Kampagnen ändern können Sie vor allem bei Sponsored Products, bei Displayanzeigen ist der Umfang eingeschränkt. Die Berichte laden täglich, nicht live. Die Amazon Advertising API müssen Sie in AMALYTIX eigens freigeben. AMALYTIX zeigt Amazons Zahlen: Bei vCPM-Kampagnen sind Käufe nach Ansichten enthalten. Welche Kampagnen bleiben und wohin Sie Budget verschieben, entscheiden Sie.
Vergleichen Sie Displayanzeigen und Sponsored Products auf allen Marktplätzen in einer Oberfläche, statt Berichte zusammenzukopieren. Jetzt 14 Tage kostenlos testen
Fazit: Empfehlungen für Displayanzeigen
Displayanzeigen holen Käufer zurück, die Ihr Produkt schon gesehen haben, und erreichen sie auch außerhalb der Suche. Damit das Budget nicht in unvergleichbaren Zahlen verschwindet:
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Voraussetzungen prüfen
Vendor oder Professional-Seller mit Brand Registry. Das Produkt muss kaufbar sein und das Featured Offer halten.
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Mit Kontext starten, dann Remarketing ergänzen
Kontextbezogene Ausrichtung auf Ihre besten Produkte, danach Remarketing nach Ansichten für alle, die nicht gekauft haben.
-
Abrechnung nach Ziel wählen
CPC, wenn Sie mit Sponsored Products vergleichen wollen. vCPM für Reichweite und Remarketing außerhalb von Amazon.
-
ROAS nur im selben Modell vergleichen
CPC mit CPC, vCPM mit vCPM, und vCPM-Zahlen nur vor oder nach dem 1. Januar 2026.
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Termine im Blick behalten
Geplante Berichte vor dem 17. Dezember 2026 umziehen. DVA+ für Deutschland beobachten (Demnächst).
Wie Displayanzeigen mit den anderen Werbeformen und dem organischen Ranking zusammenspielen, zeigt der Überblick zum Amazon Marketing.
Häufige Fragen zu Amazon Sponsored Display
Was ist Amazon Sponsored Display?
Ein Self-Service-Werbeformat für Produkte im Amazon Store, heute Displayanzeigen genannt. Die Anzeigen richten sich nach Produkten und Kategorien oder nach Zielgruppen und laufen mit Zielgruppen-Targeting auch außerhalb von Amazon.
Heißt Sponsored Display jetzt Displayanzeigen?
Ja, englisch display ads. Bestehende Kampagnen laufen weiter, neue legen Sie in Amazon Ads Agent über „Create campaign“ (Kampagne erstellen) → „Display“ an.
Was ist der Unterschied zwischen Sponsored Display und Sponsored Products?
Sponsored Products richten Sie über Keywords und Produkte aus und zahlen pro Klick. Displayanzeigen richten Sie nach Kontext oder Zielgruppen aus, rechnen per CPC oder vCPM ab und erreichen Käufer auch außerhalb der Suche. Die Attribution liegt bei Displayanzeigen für alle bei 14 Tagen, bei Sponsored Products für Seller bei 7 Tagen und für Vendoren bei 14 Tagen.
Können Seller in Deutschland Sponsored Display nutzen?
Ja, wenn sie Professional-Seller sind und ihre Marke in der Brand Registry eingetragen haben. Auch Vendoren können Displayanzeigen buchen. Werbetreibende ohne Produkte auf Amazon können das nur in den USA.
Was kostet Sponsored Display?
Sie zahlen pro Klick (CPC) oder pro 1.000 sichtbaren Impressionen (vCPM). Ein Mindestbudget gibt es nicht. Euro-Werte für Standard- oder Mindestgebote nennt Amazon nicht; orientieren Sie sich am Gebotsvorschlag in der Konsole.
Was bedeutet vCPM?
vCPM steht für Kosten pro 1.000 sichtbaren Impressionen. Sichtbar ist eine Impression, wenn mindestens 50 % der Anzeige eine Sekunde lang zu sehen sind, bei Videos zwei Sekunden.
Laufen Displayanzeigen auch außerhalb von Amazon?
Ja, aber nur mit Zielgruppen-Targeting. Dann erscheinen sie zum Beispiel auf Twitch und in Apps und auf Websites von Drittanbietern. Kontextbezogene Anzeigen bleiben im Amazon Store.
Was passiert mit Sponsored Display durch DVA+?
DVA+ soll Sponsored Display, Sponsored TV und programmatische Kampagnen in einem Kampagnentyp vereinen. Bisher läuft DVA+ als Beta in den USA. Amazon plant die Ausweitung auf weitere Länder, nennt Deutschland aber nicht ausdrücklich. Ob die klassischen Displayanzeigen danach bestehen bleiben, sagt Amazon nicht.
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