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Amazon PPC-Kampagnen optimieren

20.08.2020 • Lesezeit: ca. 16 min • von Trutz Fries

Amazon bietet Ihnen als Seller und Vendor verschiedene Möglichkeiten an, PPC-Kampagnen anzulegen und zu schalten. Doch nach dem erfolgreichen Start einer PPC-Kampagne ist noch längst nicht alles getan. Damit Ihre PPC-Kampagne erfolgreich ist, sollte diese regelmäßig überwacht und optimiert werden. Welche Kennzahlen Sie für eine Kampagnenoptimierung kennen müssen, was es für Optimierungsansätze gibt und wie eine Optimierung in der Praxis durchgeführt wird, erläutern wir Ihnen im Folgendem Artikel.

Sie haben bislang noch keine PPC-Kampagne erstellt und geschaltet? Kein Problem! Für die entsprechenden Anzeigenformate finden Sie hier die jeweiligen Artikel mit einer Anleitung sowie hilfreichen Tipps:

Amazon Kampagnenstrategie und Kennzahlen

Zu Beginn ist es wichtig, die verschiedenen für PPC-Kampagnen relevanten Kennzahlen zu verstehen, auf die Sie im Zuge der Kampagnenoptimierung stoßen werden. Dabei ist es abhängig von Ihrem Kampagnenziel, welche Kennzahlen für Sie besonders wichtig sind:

  • Geht es Ihnen um eine stärkere Markenwahrnehmung?
  • Möchten Sie mehr Umsatz oder höhere Gewinne erzielen?
  • Oder wollen Sie Ihr Lager räumen?

Möchten Sie zum Beispiel mehr Gewinn erzielen, so ist der ACoS von großer Bedeutung für Sie. Wie sich die weiteren Kennzahlen Ihrer Kampagnenstrategie zuordnen lassen, erfahren Sie im Anschluss.

Impressionen von Amazon Anzeigen

Eine Impression (auch "Seitenaufrufe" genannt) ist eine Messzahl der Erfolgskontrolle von Online-Inhalten. Der Begriff bezieht sich darauf, wie oft eine Werbeanzeige einem Nutzer angezeigt wurde. Es geht dabei ausschließlich um die optische Einblendung der Werbeanzeige.

Klicks auf Amazon Anzeigen

Klicks hingegen geben Auskunft darüber, wie viele Nutzer auf die Werbeanzeige geklickt haben, nachdem Ihnen diese eingeblendet wurde.

Amazon Click-Through-Rate (CTR)

Die Click-Through-Rate beschreibt das Verhältnis aus "Klicks auf eine Anzeige" und Impressionen der Anzeige. Impressionen bzw. Seitenaufrufe werden bei Amazon als die Anzahl der Auslieferungen der Anzeige definiert. Als Verkäufer besteht Ihr Interesse darin, dass die CTR möglichst hoch ist. Wenn Ihre CTR jedoch zunimmt, ohne dass die Anzahl der Verkäufe steigt, dann erhöhen sich Ihre Werbekosten. In den solchen Fällen überzeugt den Käufer meist das Amazon Produktlisting nicht, weshalb Sie dieses unter Berücksichtigung von Amazon SEO-Aspekten überarbeiten sollten.

Cost-Per-Click (CPC)

Amazon PPC-Kampagnen werden nach dem Cost-per-Click (CPC) bzw. Pay-per-Click (PPC) Prinzip abgerechnet. Danach zahlen Sie für eine Anzeige pro Klick. Das bedeutet, dass Sie bei der reinen Einblendung der Anzeige noch nichts zahlen müssen. Erst wenn ein Käufer auf den beworbenen Artikel klickt, werden Sie als Werbetreibender zur Kasse gebeten. Der Preis für einen Klick bestimmt sich aus der Nachfrage für einen bestimmten Suchbegriff. Gibt es beispielsweise viele Verkäufer, die auf einen bestimmten Suchbegriff bieten (ist die Nachfrage also hoch), vergibt Amazon die ersten Plätze an die Höchstbietenden im Rahmen einer Auktion. Der Amazon CPC geht dann also tendenziell hoch. Als Verkäufer haben Sie jedoch Interesse daran, dass Sie einen möglichst niedrigen CPC bezahlen, weil das Ihre Ausgaben reduziert. Generell gilt die Regel: Je wettbewerbsfähiger das Gebot ist, desto wahrscheinlicher wird die geschaltete Anzeige ausgespielt.

ACoS

Der ACoS (englisch: Advertising Cost Of Sales, deutsch: Zugeschriebenen Umsatzkosten) ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Ihre Kampagne. Er gibt an, wieviel Geld Sie im Verhältnis zum damit erzielten Umsatz für Werbung ausgegeben haben. Beispiel: Sie haben ein Produkt, dass Sie brutto für 20 € verkaufen. Nehmen wir an, Sie haben innerhalb einer Woche 100 € für Sponsored Products Anzeigen ausgegeben und damit zehn Verkäufe erzielt (Verkäufe unabhängig von der Werbeanzeige, bleiben in der Kalkulation außen vor). Daraus ergeben sich Kosten von 100 € und Umsätze von 200 € (10 x 20 €). Der ACoS beträgt nun 100 € / 200 € = 50 %. Man könnte sagen: Sie haben 50% Ihrer Bruttoeinnahmen für Werbung ausgeben. Interpretation des ACoS: Welche Werte sind gut oder schlecht? Sind 50% nun viel oder wenig? Das hängt von Ihrer Marge ab. Wenn Ihre Marge nach Abzug aller Kosten und nach Steuern ebenfalls 50% beträgt, so machen Sie mit einem ACoS-Wert von 50% weder Gewinn noch Verlust. Je kleiner der ACoS-Wert bei gleichem absolutem Umsatz, umso effizienter läuft Ihre Kampagne.

Hinweis
Zu beachten ist, dass Amazon den ACoS immer basierend auf Ihren Brutto-Umsätzen berechnet. Streng genommen, müssen Sie bei den Umsätzen die Mehrwertsteuer herausrechnen. Gehen wir von 19% Umsatzsteuer aus, so wäre der richtige ACoS in unserem obigen Beispiel (100 / (200 / 1,19) = 59,5%).

Aber ist nun ein ACoS-Wert oberhalb Ihrer Marge immer schlecht? Nicht unbedingt. Gerade zu Beginn werden Sie es kaum schaffen, eine Kampagne aufzusetzen, die bereits für sich genommen profitabel ist. Setzen Sie sich dies zu Beginn auch nicht als Ihr primäres Ziel! Zu Beginn besteht das Ziel darin, Ihr Produkt in den Suchergebnissen so zu positionieren, dass es sich später "von selbst" verkauft. Wenn Sie hierfür also erstmal Geld in die Hand nehmen müssen, sollten Sie diese Kosten als längerfristige Investition sehen.

AMZ PPC Kampagenoptimierung - Beispiel für ACoS Rechnung
Abbildung 1: Beispiel für die Berechnung des ACoS

Zusammenhänge der Kennzahlen

Wenn Sie nun alle Kennzahlen betrachten, erkennen Sie verschiedene Zusammenhänge:

  • Je höher Ihre Produktmarge ist, desto mehr können Sie pro Klick für Werbung ausgeben (höherer Amazon CPC).
  • Je höher Ihre Conversion ist (Anzahl Verkäufe), desto geringer sind Ihre ACoS oder desto mehr können Sie pro Klick (Amazon CPC) ausgeben.
  • Je geringer (höher) der Preis ist, desto weniger (mehr) können Sie für Werbung ausgeben, da dies Ihre Marge reduziert (erhöht).
  • Wenn Ihre CTR steigt, ohne dass sich die Anzahl der Verkäufe erhöht, dann steigen zwar Ihre Werbekosten. - Jedoch überzeugt das Listing in diesem Fall den Käufer scheinbar (noch) nicht.

Betrachten wir folgendes Beispiel:

In einer Kampagne wurde auf das Keyword "Grillbürste" geboten mit einem Maximalgebot von 1 € je Klick. Der Werbetreibende gewinnt die Auktion und die Anzeige wird ausgespielt. Dem Kunden wird die Anzeige angezeigt und klickt auf Sie. Es entstehen dem Werbetreibenden in diesem Moment Kosten in Höhe von 0,81 €, da das zweithöchste Gebot 0,80 € betrug. Nach drei Tagen kauft der Kunde das angeklickte Produkt des Werbetreibenden für 19,99€ und kauft zudem zweimal das gleiche Reinigungsmittel für jeweils 5,99 € des gleichen Händlers. Wäre das die einzige Aktion dieser Kampagne, so wird diese Transaktion in der Statistik des Werbetreibenden wie folgt ausgewiesen:

Anzahl Impressionen 100
Anzahl Klicks 4
Kosten des Klicks 0,80 €
Click-Through-Rate 4% (Anzahl Klicks / Anzahl Impressionen)
Conversion Rate 25% (Anzahl Conversions / Anzahl Klicks)
Anzahl Conversions 1 Tag/ 7 Tage/ 30 Tage 0 / 3 / 3
Anzahl Conversions 1 Tag/ 7 Tage/ 30 Tage (beworbene SKU) 0 / 1 / 1
Umsatz 1 Tag/ 7 Tage/ 30 Tage 0 / 31,97 € / 31,97 €
Umsatz 1 Tag/ 7 Tage/ 30 Tage (beworbene SKU) 0 / 19,99 € / 19,99 €
ACoS (Anzeigenkosten bezogen auf den Umsatz) 10% (3,20 € / 31,97 €)

Voraussetzungen für PPC-Kampagnen Optimierung

Bevor Sie mit der Optimierung Ihrer Amazon PPC-Kampagnen beginnen, überprüfen Sie, ob Sie die folgenden Voraussetzungen erfüllen, damit Ihnen die Optimierung leichter fällt. Falls Sie merken sollten, dass Sie einige Punkte in Ihren Kampagnen nicht umgesetzt haben, passen Sie diese im ersten Schritt an.

  1. Produktdaten der zu bewerbenden Produkte sind optimiert
  2. Keyword- und Wettbewerberrecherche als Grundlage für jede Kampagne
  3. Differenzierte Kampagnenstruktur
  4. Ausreichend Daten: warten Sie zwei Wochen, nachdem die Kampagnen gestartet sind

Optimierungsansätze im Überblick

Bei der Optimierung von PPC-Kampagnen geht es vor allem darum, schlecht performende Keywords und ASINS auszusortieren bzw. nachträglich zu überarbeiten und gut performenden Suchbegriffen mehr Reichweite zu verschaffen. Stellen Sie sich die verschiedenen Kampagnentypen wie eine Pyramide vor.

  • An unterster Stelle befindet sich die automatische Kampagne, welche den größten Ausspielungsbereich abdeckt.
  • Auf der nächsten Ebene folgt die breite manuelle Kampagne, welche bereits etwas genauere Keywords abdeckt.
  • An der Spitze steht die exakte manuelle Kampagne, die nur eine handvoll relevanter Keywords abdeckt. Diese Keywords sind Erkenntnisse, die Sie aus den unteren beiden Stufen gewinnen können.

Die exakte Kampagne ist die wichtigste, da sie Schlüsselwörter enthält, die über eine sehr hohe Kaufwahrscheinlichkeit verfügen. Das Grundprinzip der Optimierung besteht folglich darin, relevante Keywords aus den breiten Kampagnen herauszufiltern und im Laufe der Zeit, immer mehr Keywords in die exakte Kampagne zu aufzunehmen.

Im Folgenden werden die einzelnen Optimierungsschritte erläutert:

Übertragung von Amazon Schlüsselwörtern aus der automatisierten/breiten in die manuelle/exakte Kampagne

Ein gängiger Ansatz ist es, sowohl automatische/breite als auch manuelle/exakte Kampagnen zu nutzen. Die automatischen/breiten Kampagnen nutzen Sie, um zusätzliche Ideen für Keywords oder Produkte zu erhalten. Profitable Keywords überführen Sie dabei sukzessive in Ihre manuellen/exakten Kampagnen, denn dort kann man das Gebot genau kontrollieren. Anschließend sollte das Keyword aus der automatischen Kampagne ausgeschlossen werden, damit die beiden Kampagnen sich nicht gegenseitig hochbieten

Erhöhung und Reduzierung der Gebote für Schlüsselwörter

Es ist zudem sehr wichtig, dass Sie stets Ihre Gebote auf einzelne Keywords verfolgen und optimieren. Das optimale Gebot unterscheidet sich je nach Keyword. Aus diesem Grund kann das Gebot für jedes Keywords in manuellen Kampagnen separat gesteuert werden. Doch warten Sie zwischen der Anpassung der Angebotspreise immer mindestens eine Woche. Sonst können Sie keine Aussage zu dem angepassten Gebot treffen, da noch keine Entwicklung betrachtet werden konnte.

Regeln für die CPC-Gebotsoptimierung:

  1. Wenn die Verkaufskosten für ein Keyword über dem Zielwert liegen, senken Sie das Gebot, um zu testen, ob Werbeausgaben und Verkäufe in ein wünschenswertes Verhältnis gebracht werden können.
  2. Wenn die Verkaufskosten unter dem Zielwert liegen, prüfen Sie, ob die Reichweite der Anzeige - und der damit verbundene Umsatz - durch Erhöhung des Angebotspreises erhöht werden kann.
  3. Wenn Keywords keine Verkäufe generieren oder zu wenig Impressionen erzielen, testen Sie, ob ein höheres Gebot Abhilfe schafft.
  4. Stoppen Sie Keywords, die über einen längeren Zeitraum nur Kosten und keine Conversion verursachen oder nicht in eine profitable Angebotspreisspanne angepasst werden können. Sie können Ihr Budget an anderer Stelle besser einsetzen.

Ergänzung von auszuschließenden Schlüsselwörtern

In der Amazon PPC-Kampagnen-Optimierung ist ein weiterer wichtiger Bestandteil die Ergänzung von auszuschließenden Keywords. Beseitigen Sie unerwünschte Suchanfragen mithilfe von negativen Keywords, um die Kosten zu senken. Ihre Anzeige wird dann nicht mehr für Nutzeranfragen mit diesen ausschließenden Keywords geschaltet. Wenn Sie zum Beispiel für einen goldenen Bilderrahmen werben, aber feststellen, dass Ihre Anzeige auch unter Bilderrahmen schwarz angezeigt wird, dann sollten Sie dieses Schlüsselwort der Liste der negativen Keywords hinzufügen. Ein Kunde, der nach einem schwarzen Bilderrahmen sucht, will mit großer Wahrscheinlichkeit keinen goldenen kaufen.

Bei dem Ausschluss von Amazon Schlüsselwörtern haben Sie zwei verschiedene Übereinstimmungstypen zur Auswahl:

  1. Negativ genau: Ihre Anzeige wird nur ausgeschlossen, wenn die Suchanfrage genau mit dem von Ihnen eingegebenen ausschließenden Keyword übereinstimmt oder eine geringfügige Abweichung aufweist (z. B. Singular / Plural).
  2. Ausschließende Phrasen: Anzeigen werden ausgeschlossen, wenn die Suchanfrage das ausschließende Keyword als Teil der Phrase oder als Ganzes enthält.

Anpassung des Übereinstimmungstyps bestehender Amazon Schlüsselwörter

Oftmals haben Sie zu Beginn für mehrere Ihrer Suchbegriffe den Übereinstimmungstyp “Weitgehend” gewählt. Auf der einen Seite entdecken Sie auf diese Weise Suchbegriffe, an die Sie vorher nicht gedacht haben. Jedoch bekommen Sie auf der anderen Seite auch Einblendungen für Suchbegriffe, für die Sie nicht gefunden werden wollen. Langfristig sollten Sie daher die Suchbegriffe nicht in "Weitgehend" lassen, sondern diese in den Übereinstimmungstyp "Wortgruppe" oder "Genau passend" überführen. “Weitgehend” dient nur am Anfang dazu, noch mehr Ideen für Keywords zu sammeln, welche Sie für Ihre Werbeanzeige nutzen können.

Anzeigengruppen optimieren

Im Rahmen von PPC-Kampagnen haben Sie die Möglichkeit, Anzeigengruppen zu erstellen. Innerhalb einer Anzeigengruppe befinden sich viele verschiedene Produkte, die dieselben Keywords verwenden. Mit der Zeit wird Ihnen als Verkäufer jedoch klar, welche Produkte sich innerhalb einer Anzeigengruppe am besten verkaufen. Um die maximale Anzahl von Verkäufen mit dieser Anzeigengruppe zu erreichen, können Produkte mit schlechter Leistung langsam aus der Anzeigengruppe entfernt werden. Auf diese Weise senden Sie Impressionen und Klicks an Produkte, mit denen Klicks effektiver in Käufe umgewandelt werden.

Amazon PPC-Kampagnen Optimierung in der Praxis

Nachdem Sie sich nun einen Überblick über die möglichen Optimierungsansätze verschaffen konnten, heißt es nun das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Doch welche Daten stellt Ihnen Amazon wo bereit und wie können Sie daraus ablesen, was zu optimieren ist?

Advertising Konsole

Alle Daten zu Ihren Kampagnen finden Sie in der Amazon Kampagnenübersicht bzw. auf der sogenannten Amazon Advertising Konsole.

Kampagnenübersicht im Seller Central
Abbildung 2: Kampagnenübersicht im Seller Central

Impressionen, Klicks, CTR, Ausgaben, Bestellungen, Umsatz und ACOS werden Ihnen als Kennzahlen zu jeder Kampagne direkt ausgegeben. Betrachten Sie zuerst wie viele Verkäufe durch die Kampagnen generiert wurden (Spalte Bestellungen) und was Sie dafür bezahlt (Spalte Ausgaben) haben. Daraus können Sie direkt die ersten Schlüsse ziehen.

  1. Fall: Keine Bestellungen: In diesem Fall sollten Sie prüfen, ob Sie die richtigen Suchbegriffe gewählt haben und ob das Gebot je Begriff hoch genug war. Bei Begriffen, die selten gesucht werden, helfen auch hohe Gebote nichts. Prüfen Sie ebenso, ob das Tages- bzw. Kampagnenbudget für die jeweilige Kampagne ausreicht und erhöhen Sie dieses unter Umständen. Es ist auch möglich, dass die Kampagne zwar angezeigt wird, die Kunden sie aber nicht anklicken. In diesem Fall könnte eine zu geringe Conversion-Rate das Problem sein (z. B. wenn keine oder schlechte Bewertungen für das Produkt vorliegen).

  2. Fall: Hohe Verkäufe/hohe Umsatzkosten: Hier erkaufen Sie sich den Umsatz für zu viel Geld. Um dem auf den Grund zu gehen, müssen Sie auf Suchbegriff-Ebene analysieren, wo die Ursache liegt.

  3. Fall: Hohe Verkäufe/geringe Umsatzkosten: Das ist das Wunschszenario eines jeden Werbetreibenden. Prüfen Sie, ob Sie das Tages- bzw. Kampagnenbudget für die jeweilige Kampagne weiter erhöhen können. Denn für jeden Euro, den Sie hier reinstecken, bekommen Sie mehr Umsatz.

Aktionen auf der Advertising Konsole
Abbildung 3: Aktionen auf der Advertising Konsole

Darüber hinaus können Sie Ihr Budget und das Enddatum direkt von der Advertising Konsole aus anpassen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, Kampagnen mit einem Klick anzuhalten oder zu archivieren. Außerdem lassen sich die Kampagnen in ein Portfolio verschieben oder Sie können ein neues erstellen. Oftmals reicht dieser kurze Überblick jedoch nicht und Sie müssen als Werbetreibender noch tiefer graben, um bessere Erkenntnisse treffen zu können. Bei vielen Kampagnen kann es ebenfalls zu unübersichtlich werden, Daten aus der Ansicht abzulesen. Dafür bietet Ihnen Amazon die Möglichkeit verschiedene Berichte zu erstellen und herunterzuladen. Navigieren sie dazu zu dem Reiter Werbeberichte und klicken Sie auf Bericht erstellen. Anschließend können Sie auswählen, was für einen Bericht Sie erstellen möchten.

Bericht erstellen auf der Advertising Konsole
Abbildung 4: Kampagnenbericht erstellen auf der Advertising Konsole

Es stehen Ihnen dabei unterschiedliche Berichtstypen zur Verfügung.

Für Sponsored Products können Sie folgende Berichte herunterladen:

  • Suchbegriffsbericht: gibt einen Einblick in die von Kunden bei der Suche auf Amazon eingegebenen Suchbegriffe, die zu mindestens einem Klick geführt haben. Mithilfe dieses Berichtes können Sie leistungsstarke Suchanfragen identifizieren und negative Keywords für Suchbegriffe herausfinden, unter welchen Sie nicht angezeigt werden wollen (Erstellung für die letzten 60 Tage möglich.) Der Bericht enthält folgende Spalten: Start- und Enddatum, Währung, Kampagnen-Name, Anzeigengruppenname, Schlüsselwort, Suchbegriff des Kunden, Übereinstimmungstyp, Sichtkontakte, Klicks, CTR, CPC, Ausgaben, 7-Tage-Umsatz, ACoS, ROAS, 7-Tage Aufträge, -Einheiten, -CR, -andere SKU-Einheiten, -beworbene SKU-Umsätze, -andere SKU-Umsätze

  • Targeting-Bericht: bietet Einblicke in Verkaufs- und Leistungsstatistiken zu den Targetings in allen Kampagnen, die mindestens eine Impression erzielt haben. In diesem Bericht können Sie die Leistung Ihres Targetings im zeitlichen Verlauf einsehen und auf Basis dieser Daten Ihr Targeting anpassen (Erstellung für die letzten 90 Tage möglich.)

  • Bericht für gekaufte Produkte: enthält Informationen zu den nicht beworbenen ASINs, die Kunden nach dem Klicken auf Ihre Anzeige gekauft haben. Dieser Bericht kann dazu beitragen, neue Werbemöglichkeiten zu ergründen und kann Einblicke in die Kaufgewohnheiten liefern (Erstellung für die letzten 60 Tage möglich.)

  • Platzierungsbericht: stellt die Kampagnenergebnisse bei oberen Suchergebnissen im Vergleich zu sämtlichen anderen Platzierungen dar. Der Bericht lässt Sie die Ergebnisse über verschiedene Platzierungstypen hinweg einsehen und SP-Kampagnen ermitteln, die von der Anpassung von Geboten nach Platzierung profitieren könnten (Erstellung für die letzten 90 Tage möglich.)

  • Bericht für beworbene Produkte: bietet einen Einblick in Verkaufs- und Leistungsstatistiken für beworbene ASINs in allen Kampagnen, die mindestens eine Impression erzielt haben. Sie können mit diesem Bericht die Leistung Ihrer Werbeanzeigen im zeitlichen Verlauf einsehen und ermitteln, ob Sie ihre Werbestrategie ändern müssen.

  • Kampagnenbericht: gibt Ihnen einen besseren Einblick in die Gesamtergebnisse Ihrer Kampagne (Erstellung für die letzten 18 Monate möglich.)

  • Bericht zu Leistungen im Zeitverlauf: zeigt die Klicks, die Kosten pro Klick und die Ausgaben für alle Ihre Sponsored Products Kampagnen|. Er hilft Ihnen, die Gesamtausgaben und Ergebnisse nachzuvollziehen (Erstellung für die letzten 90 Tage möglich.)

Für Sponsored Brands haben Sie die folgenden Berichtmöglichkeiten:

  • Keyword-Bericht: bietet Einblicke in Verkaufs- und Leistungsstatistiken zu den Keywords in allen Kampagnen, die mindestens eine Impression erzielt haben. Sie können mit diesem Bericht die Leistungen Ihrer Keywords im zeitlichen Verlauf einsehen und darauf basierend Ihr Gebot besser anpassen (Erstellung für die letzten 90 Tage möglich.)

  • Keywordplatzierungs-Bericht: verschafft Ihnen eine Übersicht über Ihre Keyword-Erfolge für verschiedene Platzierungsarten (Erstellung für die letzten 90 Tage möglich.)

  • Kampagnenbericht: gibt Ihnen einen besseren Einblick in die Gesamtergebnisse Ihrer Kampagne (Erstellung für die letzten 60 Tage möglich.)

  • Kampagnenplatzierungs-Bericht: stellt Ihnen eine Aufstellung Ihrer Kampagnen-Ergebnisse für verschiedene Platzierungsarten bereit.

Auswertung einzelner Berichte in Excel

Amazon bietet Ihnen die Möglichkeit, umfangreiche Aktualisierungen über eine Excel-Tabelle vorzunehmen. Laden Sie sich hierzu in einem ersten Schritt die Excel-Datei herunter (Bulk-Tabelle) (siehe Abbildung 5 - Schritt 1).

Tabelle erstellen in Excel zur Auswertung von PPC-Kampagnen
Abbildung 5: Excel-Datei herunterladen(**Bulk-Tabelle**)

Im Anschluss können Sie diese dann bearbeiten oder Daten auswerten. Das bietet Ihnen unter anderem die Möglichkeit, Ihre Excel-Tabelle unter Betrachtung verschiedener Aspekte zu filtern. Finden Sie zum Beispiel heraus, welche Suchbegriffe am wenigsten Bestellungen generieren, indem Sie die Spalte Bestellungen von Excel filtern lassen.

Falls Sie an der Tabelle Einstellungen vorgenommen haben, lässt sich die veränderte Tabelle unter Punkt 3 (siehe Abbildung 5) wieder hochladen. Anschließend wird Ihre Kampagne aktualisiert. Damit können sie Ihre Kampagnen schneller aktualisieren, statt sich durch jede Kampagne zu klicken.

Amazon Advertising API

Sie haben außerdem die Möglichkeit Ihre Kampagnen mit der von Amazon bereitgestellten Advertising API programmatisch zu verwalten. Um die Amazon API verwenden zu können, müssen Sie sich auf der folgenden Webseite für die Teilnahme bewerben: https://advertising.amazon.com/about-api

Beachten Sie jedoch, dass für die Nutzung der API einige Kenntnisse im Bereich Entwicklung erforderlich sind.

Hinweis für Vendoren: Amazon Vendor API
Amazon stellt speziell für Vendoren eine moderne REST Schnittstelle zur Verfügung. Welche Möglichkeiten Sie als Vendor damit haben und wie Sie Zugriff darauf erhalten, erklären wir Ihnen in unserem Artikel zur Amazon Vendor API.

Überwachung Ihrer Kampagnen mit AMALYTIX

Aber auch unser Amazon Monitoring Tool AMALYTIX kann Sie bei der Überwachung Ihrer Kampagnen unterstützen. Denn mithilfe unseres Tools brauchen Sie keine Berichte mehr im Seller Central herunterzuladen und diese anschließend in Excel auszuwerten. AMALYTIX zieht sich die Daten automatisch über die Amazon Advertising API. Zusätzlich haben Sie sogar die Option eigene Filter zu erstellen. Beispielsweise können Sie einen Filter ausarbeiten, der Ihnen alle Suchbegriffe anzeigt, mit der Sie bisher die wenigsten Bestellungen generiert haben. Speichern Sie diesen Filter im Anschluss unter einem Namen ab, damit Sie ihn zu einem späteren Zeitpunkt mit nur einem Klick erneut aufrufen können.

Amalytix Amazon Tool Filter erstellen
Abbildung 6: Filter erstellen mit AMALYTIX

Nachdem Sie dann die unprofitablen Suchbegriffe ermittelt haben, können Sie diese direkt auf die Negativ-Liste in der jeweiligen Kampagne setzen. Wählen Sie dazu einfach den Suchbegriff aus und klicken Sie anschließend auf den Button Suchbegriffe zu Negative Keywords hinzufügen.

Amalytix Amazon Tool negative Keywords hinzufügen
Abbildung 7: Filter erstellen mit AMALYTIX
Kostenlose Testphase
Registrieren Sie sich einfach für eine 14-tägige kostenlose Testphase für AMALYTIX und wir zeigen Ihnen, wie unser Amazon Seller Tool und Amazon Vendor Tool Ihnen helfen kann, Ihre PPC-Kampagnen täglich zu überwachen. Jetzt kostenlose Testphase starten

Fazit

Jeder Amazon Händler der AMZ PPC nutzt, sollte zusätzlich entsprechendes Know How in die Optimierung der Kampagnen stecken. Wenn Sie Ihre Kampagnen nicht optimieren, verschwenden Sie möglicherweise Geld, was andernfalls besser hätte investiert werden können. Nutzen Sie Ihre Chance Erkenntnisse zu gewinnen! Die korrekte Kontrolle aller Suchbegriffe macht eine erfolgreiche PPC-Kampagne bei Amazon aus. Da Amazon leider nur begrenzt historische Daten zur Verfügung stellt, sollten Sie auf jeden Fall auf eine regelmäßige Berichterstellung achten. Diese Arbeit kann Ihnen jedoch ein passendes Amazon Tool abnehmen, welches für Sie stets die Daten herunterlädt - wie AMALYTIX.

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