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Wie Sie mit Amazon Marketing den Marktplatz erobern

30.06.2020 • Lesezeit: ca. 18 min • von Trutz Fries

Amazon ist die am häufigsten genutzte Suchmaschine, wenn es um Produkte geht. Der Marktplatz entwickelt sich dabei mehr und mehr von einer Vertriebs- zur Marketing-Plattform. “Pay-to-play” gilt in immer mehr Kategorien, um Sichtbarkeit zu erhalten. Amazon stellt Händlern und Herstellern fortlaufend neue Marketing-Instrumente zur Verfügung. Dabei ist es nicht immer ganz leicht, den Überblick zu behalten und zu verstehen, welche Instrumente für welchen Zweck geeignet sind.

Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht über die verschiedenen Werbeformen, die Ihnen helfen sollen, den Absatz zu steigern. Dabei gehen wir sowohl auf die Themen Amazon Advertising, Amazon DSP, diverse Preismaßnahmen als auch auf den Amazon Brand Store als Marketing-Instrument ein.

Die Werbeformate unterstützen den Abverkauf auf unterschiedliche Weisen: Während Amazon Advertising und Amazon DSP dabei hilft, die Sichtbarkeit der Produkte zu erhöhen, so helfen Preismaßnahmen sowie der Amazon Brand Store die Konversionsrate zu verbessern. Die Formate ergänzen sich daher gut.

Amazon Advertising

Amazon bietet Werbetreibenden vermehrt die Möglichkeit, Produkte sowohl innerhalb der Plattform als auch auf externen Seiten aktiv zu bewerben, d.h. zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen. Erwirtschaften Plattformen wie Google bereits ihren Großteil der Einnahmen durch bezahlte Werbung, so befindet sich Amazon gerade erst auf dem Weg dorthin.

Historie von Amazon Advertising
Bis 2018 wurde noch nicht von Amazon Advertising gesprochen, sondern von Amazon Marketing Services (AMS). Dies war der Sammelbegriff für Sponsored Products, Headline Search Ads und Product Display Ads. Doch um es dem Publikum zugänglicher zu machen wurden die Namen Amazon Media Group (AMG), Amazon Marketing Services (AMS) und Amazon Advertising Platform (AAP) vereinheitlicht und in Amazon Advertising unbenannt.

Amazon räumt bezahlten Placements immer mehr Raum auf der eigenen Plattform ein. Die sich hieraus ergebende Herausforderung für Hersteller und Händler: Die organische Sichtbarkeit von Produkten nimmt ab.

Beispiel Suchergebnisse: Häufig finden sich die ersten organischen Treffer erst “below-the-fold”, der User muss also erst einmal scrollen, um diese zu sehen. Werbung ist daher zunehmend die einzige Möglichkeit, oben in den Suchergebnissen aufzutauchen.

Amazon stellt hier diverse Instrumente zur Verfügung, mit Hilfe derer die Werbetreibenden Ihre Produkte gezielt in den Suchergebnissen sowie auf den Produktdetailseiten platzieren können. Die Werbemittel unterscheiden sich dabei insbesondere hinsichtlich der Platzierung (wo wird die Werbung ausgespielt) und der Zielgruppenauswahl (wie wähle ich aus, ob eine Anzeige ausgespielt werden soll).

Gemein haben die Formate, dass es sich bei der Abrechnung um Klick-basierte Werbeformate (cost-per-click oder auch CPC) handelt, d.h. der Werbetreibende zahlt erst dann, wenn ein Kunde auf die Anzeige klickt. Die verfügbaren Werbeplätze werden dabei im Rahmen eines Auktionsverfahrens vergeben. Werbetreibende legen den Betrag fest, den sie maximal bereit sind, für einen Klick auf Ihre Anzeige zu zahlen. Je höher dieser Betrag ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen guten Werbeplatz zu bekommen. Amazon berücksichtigt jedoch nicht nur die Höhe des Gebotes, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, mit der das beworbene Produkt beworben wird.

Wir gehen im Folgenden auf die drei Formate ein:

  • Sponsored Products
  • Sponsored Brands
  • Sponsored Display

Amazon Sponsored Products

Bei Amazon Sponsored Products handelt es sich um Anzeigen, deren Inhalt basierend auf den bereits vorhandenen Produktinformationen erstellt werden. Der Werbetreibende muss also nichts weiter tun, als die Produkte auszuwählen und die jeweiligen Targeting-Optionen zu aktivieren.

Im folgenden ein paar Beispiele für Sponsored Products Anzeigen:

Amazon Sponsored Products
Abbildung 2: Beispiel für Sponsored Products Anzeigen unter einem Produkt
Amazon Sponsored Products mobile Ansicht
Abbildung 3: Beispiel für Sponsored Products Anzeigen unter einem Produkt in der mobilen Ansicht
Amazon Sponsored Products in den Suchergebnissen
Abbildung 4: Beispiel für Sponsored Products Anzeigen in den Suchergebnissen von Amazon

Wie man sehen kann, werden Amazon Sponsored Products Anzeigen sowohl in den Suchergebnissen als auch auf Produktdetailseiten ausgespielt. Das liegt an den verfügbaren Targeting-Optionen, die Werbetreibende hier nutzen können.

So können Händler und Hersteller z.B. Keyword-basiertes Targeting einsetzen, d.h. auf bestimmte Suchbegriffe bieten. Gibt ein potentieller Käufer diesen Suchbegriff in der Suchleiste ein, wird die Anzeige in den Suchergebnissen ausgespielt, vorausgesetzt der Werbetreibende gewinnt die Auktion. Hier ein Beispiel für Amazon Sponsored Products Anzeigen in den Suchergebnissen:

Keywordbasiertes Targeting für Sponsored Products Anzeigen
Abbildung 5: Beispiel für Keyword-basiertes Targeting für Sponsored Products Anzeigen

Beim Produkt-basierten Targeting wählt der Werbetreibende gezielt i.d.R. fremde Produkte aus, auf deren Detailseite die Werbung ausgespielt werden soll. Man kann jedoch auch gezielt ganze Unterkategorien auswählen. Hier wird man dann ggfs. bei allen Produkten dieser Kategorie ausgespielt. Das vereinfacht die Auswahl, erhöht aber auch die Streuverluste. Hier ein Beispiel für eine solche Amazon Sponsored Products Anzeige.

Produktbasiertes Targeting für Sponsored Products Anzeigen
Abbildung 6: Beispiel für Produkt-basiertes Targeting für Sponsored Products Anzeigen

Eine weitere Option ist, die Auswahl von Keywords und Produkten Amazon zu überlassen. Hierbei handelt es sich um sog. automatische Kampagnen. In diesem Fall übernimmt Amazon das Steuer und spielt die Produkte immer dann aus, wenn es dies für sinnvoll hält, als wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Kaufabschluss hoch ausfällt.

Sponsored Products stehen Lieferanten, Händlern und Agenturen zur Verfügung. Die Produkte müssen dabei in mindestens eine berechtigte Kategorie fallen.

Amazon Sponsored Brands

Platzierung von Amazon Sponsored Brands Anzeigen
Abbildung 7: Beispiel für Platzierung von Sponsored Brands Anzeigen

Amazon Sponsored Brands Anzeigen ähneln hinsichtlich den Targeting Optionen sehr den Sponsored Products Anzeigen. Auch hier gibt es Keyword- und Produktbasiertes-Targeting.

Unterschiede gibt es bei der Anzeigen-Platzierung sowie dem Aussehen. Hier ein Beispiel für eine Sponsored Brands Anzeige:

Platzierung von Amazon Sponsored Brands Anzeigen in mobiler Ansicht
Abbildung 8: Beispiel für Platzierung von Sponsored Brands Anzeigen in mobiler Ansicht
Platzierung von Amazon Sponsored Brands Anzeigen unter einem Produkt
Abbildung 9: Beispiel für Platzierung von Sponsored Brands Anzeigen unter einem Produkt

Amazon Sponsored Brands Anzeigen bestehen aus dem Markenlogo, einer individuellen Überschrift und mind. 3 Produkten. Beim Aussehen experimentiert Amazon aber häufig. Ein Klick auf die Anzeige führt den Kunden entweder zu einer Produktdetailseite, zu dem Marken-Store oder zu einer individuellen Produktliste.

Amazon Sponsored Brands stehen Herstellern und Händlern, deren Marke im Amazon-Markenregister (Amazon Brand-Registry) registriert sind, zur Verfügung.

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Amazon Sponsored Display

Amazon Sponsored Display Anzeigen ähneln vom Aussehen her Sponsored Brands Anzeigen, wenn diese auf Produktdetailseiten ausgespielt werden. Wesentlicher Unterschied liegt jedoch im Targeting und den verfügbaren Placements.

Bei Amazon Sponsored Displayy Anzeigen haben Sie neben dem bekannten Produkt- oder Kategorie-basierten Targeting zudem die Option, die Anzeigen Zielgruppen-spezifisch auszuspielen. Aktuell werden folgende Zielgruppen von Amazon unterstützt:

  • Kunden, die die eigene PDS angesehen haben (Conversion)
  • Kunden, die ein vergleichbares anderes Produkt oder Kategorie besucht haben (Consideration)
  • Kunden mit bestimmten Interessen (Awareness)

Zudem können diese Anzeigen nicht nur innerhalb Amazons, sondern auch auf anderen Webseiten ausgespielt werden, die an das Amazon-Werbenetzwerk angeschlossen sind. Bekanntes Beispiel ist die Seite der “Internet Movie Database” (IMDB), die zum Amazon Konzern gehört.

In Deutschland haben Vendoren haben bereits Zugriff auf dieses Werbeformat. Die ehemals für Vendoren verfügbaren Product Display Ads gehen in dieses Werbeformat über.

Seller warten aktuell noch darauf, für Sponsored Display Anzeigen freigeschaltet zu werden. Auf dem US-Marktplatz sind die Sponsored Display Anzeigen bereits sowohl für Seller als auch für Vendoren verfügbar. Der Zugang wird seitens Amazon langsam ausgerollt, daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch Seller auch auf dem Deutschen Marktplatz die Amazon Sponsored Display Kampagnen nutzen können.

Amazon DSP

Das “DSP” in Amazon DSP steht für “Demand-Side-Plattform”. Dies ist ein Begriff aus dem Bereich der sog. programmatischen Werbung, bei der Anzeigen auf Basis sehr differenzierter Kriterien ausgespielt werden können. Und ganz ähnlich ist es auch bei Amazon.

Das Format unterscheidet sich fast in jeder Hinsicht von den bereits besprochenen Formaten.

Amazon Advertising

  • Abrechnung: CPC (Kosten pro Klick)
  • Mindestbudget: Keines
  • Zugriff: Self-Service
  • Inventar: Innerhalb Amazon
  • Targeting: Keyword- und Produktbasiert, begrenzt Zielgruppenbasiert

Amazon DSP

  • Abrechnung: CPM (Kosten pro Impression)
  • Mindestbudget: a. 10.000 EUR
  • Zugriff: Managed-Service oder Self-Service
  • Inventar: Innerhalb und außerhalb von Amazon
  • Targeting: Zielgruppen oder Retargeting

Insbesondere unterscheidet sich das sogenannte “Inventar”. Als "Inventar" bezeichnet man alle möglichen Werbeflächen, auf denen die Werbung potenziell ausgespielt werden kann. Mittels Amazon DSP haben Sie nicht nur die Möglichkeit, Anzeigen auf Amazon selbst auszuspielen, sondern auch Zugriff auf die über sog. “Exchanges” angeschlossenen “Publisher” (andere Websites, die Werbung auf ihrer Seite ausspielen). Damit erhalten Sie Zugriff auf eine ungleich größere Zielgruppe.

Zusätzlich stellt die Auswahl der Zielgruppen einen großen Unterschied dar. So können hier entweder Zielgruppen auf Basis bestimmter Merkmale oder im Rahmen des. sog. “Retargetings” ausgewählt werden. Im Rahmen des Retargetings können Sie Kunden ansprechen, die ggfs. schon einmal auf Ihrer Homepage waren. Dies setzt voraus, dass Sie auf Ihrer Homepage einen Tracking-Pixel von Amazon einsetzen, um diese Personen zu markieren.

Insgesamt sind die Targeting-Optionen mit Amazon DSP recht vielfältig, so dass man hier sehr genau darauf achten sollte, welche Einstellungen man trifft. Durch das große Inventar ist es einfach, schnell viel Geld zu “verbrennen”. Diese Lösung ist also eher was für Fortgeschrittene.

Preismaßnahmen / Amazon Promotions

Sowohl als Vendor als auch als Seller stehen Ihnen unterschiedliche Preismaßnahmen zur Verfügung, die Sie gezielt als zusätzliche Vertriebsinstrumente einsetzen können.

In der folgenden Tabelle erhalten Sie einen Überblick darüber, welche Rabattaktionen Sie nutzern können, abhängig davon, ob Sie Sellor oder Vendor sind.

Seller Vendor
Preisnachlass Ja Ja
Amazon Spar-Abo Ja Ja
Blitzangebote Ja Ja
Coupons Ja Ja
Exklusive Prime-Rabatte Ja Nein

Preisnachlass

Eine Preisnachlass-Aktion ist eine Kampagne, die bis zu 12 Monate lang auf einer Produktdetailseite bei Amazon angezeigt wird. Sie kann innerhalb von 24 Stunden erstellt werden. Mindestanforderung an die Rabatthöhe gibt es keine. Preisnachlass-Aktionen werden nicht auf der Angebotsseite beworben. Sie werden nur auf der jeweiligen Produktdetailseite ausgewiesen.

Es sind verschiedene Arten von Rabatten möglich:

  1. Rabatte können auf ein einzelnes Produkt gewährt werden, beispielsweise in Form von Aktionspreisen. Auf der Seite wird dann der reguläre Preis durchgestrichen und der Aktionspreis sowie die Ersparnis angezeigt („Statt .... Jetzt ...“). Dies ist natürlich abhängig, welche Art von Preisnachlass gewählt wurde.
Amazon Aktionspreise
Abbildung 10: Beispiel eines Amazon Aktionspreises
  1. Zudem können Rabatte auf eine bestimmte Kombination von Artikeln angewendet werden. Dabei ist es möglich als Käufer einen bestimmten Prozentsatz pro gekauften Artikel anzugeben und den Rabatt somit zu staffeln. Zum Beispiel kann der Kunde beim Kauf von zwei Produkten 5%, beim Kauf von drei Produkten 10% und beim Kauf von fünf Produkten 15% erhalten. Wie der Rabatt gestaffelt werden soll, können Sie nach belieben entscheiden.
Amazon Aktionspreise in Form von gestaffelten Rabatten
Abbildung 11: Beispiel von gestaffelten Rabatte
  1. Neben den Rabatten ist es zusätzlich möglich Gratis-Artikel zu versenden. Ab wie vielen Produkten der Kunde einen Gratis-Artikel erhält können Sie bestimmen.

Sowohl als Seller als auch als Vendor können Sie diese Aktionen auf Ihre Produkte anwenden. Es gibt kein Kampagnenbudget, was bedeutet, dass Sie nicht festlegen können, wie viele Einheiten maximal im Rahmen Ihrer Kampagne verkauft werden sollen. Sie bezahlen daher, pro verkauftem Produkt einen festen Finanzierungsbetrag.

Amazon Spar-Abo

Amazon Spar-Abo
Abbildung 12: Beispiel zu einem Amazon Spar-Abo

Das Amazon Spar-Abo gewährt bei regelmäßigen Lieferungen eines Artikels im Abo ein Nachlass von bis zu 15 %. Es handelt sich dabei häufig um Produkte, die regelmäßig nachgekauft werden, wie Haushaltswaren oder Lebensmittel. Ein Spar-Abo können Sie sowohl als Seller als auch als Vendor anbieten.

Amazon bietet Ihnen mit einem Spar-Abo die Möglichkeit, wiederkehrende Käufer zu gewinnen und eine langfristige Kundenbindung aufzubauen. Für den Käufer handelt es sich zwar um ein Abo, aber er kann es jederzeit kündigen. Er geht also keinerlei Verpflichtung ein und kann über „Mein Konto“ individuell seine Bedürfnisse verwalten.

Sie können zwischen drei Basisfinanzierungsoptionen wählen: 0 %, 5 % oder 10 %. Abonnenten, die 5 oder mehr Abonnements mit einer Lieferung erhalten, erreichen den gestaffelten Status und Amazon trägt für einen begrenzten Zeitraum zusätzlich 5 % Rabatt. Konkrete Beispiele für die Basisfinanzierungsoptionen finden Sie hier. Zusätzlich gelten jegliche Coupons oder andere Werbeaktionen, die Sie anbieten, auch für Ihre Spar-Abo-Produkte. git Um als Seller ein Amazon Spar-Abo erstellen zu können, muss Ihr Seller-Konto jedoch einige Voraussetzungen erfüllen:

  1. Es muss einwandfrei geführt sein.
  2. Das Konto benötigt eine überwiegend positive Bewertung.
  3. Zudem muss Ihr Konto mindestens 3 Monate im Rahmen von Versand durch Amazon aktiv genutzt worden sein. Ein Spar-Abo ist folglich nur mit FBA möglich.

Zudem ist seit dem 15. Juni 2020 ist die Registrierung neuer Produkte auf Markeninhaber beschränkt. Alle Produkte, die vor dem 15. Juni registriert wurden, bleiben für das Spar-Abo-Programm berechtigt.

Amazon Blitzangebote

Amazon Blitzangebote
Abbildung 13: Beispiel zu einem Amazon Blitzangebot

Bei dem Amazon Blitzangebot handelt es sich um ein gebührenpflichtiges Werbeangebot, bei der ein Artikel in einer kurzen Zeitspanne von 4 bis 12 Stunden zu einem stark reduzierten Preis angeboten wird. Amazon Blitzangebote geben Sellern und Vendoren die Möglichkeit, ihren Produktbestand in kurzer Zeit zu verkaufen.

Bei der Durchführung eines Blitzangebots fallen zwei Gebühren an: eine Marketing-Grundgebühr (regulär 35€, an bestimmten Events 70€), die für jedes Blitzangebot berechnet wird, das live geschaltet wird, und eine Gebühr für jedes Produkt, welches durch das Blitzangebot gekauft wurde. Die Gebühr wird während der Angebotserstellung angezeigt, wenn Sie den Zeitplan für das Angebot auswählen.

Amazon Blitzangebote haben den Vorteil, dass sie auf den zentralen Angebotsseiten von Amazon aufgeführt werden, die von den Kunden häufig besucht werden. Dadurch wird die Sichtbarkeit der Artikel in den Blitzangeboten für kurze Zeit erhöht. Zusätzlich werden die Produkte durch ein spezielles Label gekennzeichnet.

Label für Amazon Blitzangebote
Abbildung 13: Amazon BlitzangebotLabel

Für die Erstellung eines Amazon Blitzangebotes müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:

  1. Der Händler muss sich bewerben, da nicht jedes Produkt für ein Blitzangebot zugelassen werden kann (z.B. Alkohol).
  2. Das Produkt muss eine Bewertung von mindestens drei Sternen haben und über Prime verschickt werden können.
  3. Der Preis des Produktes muss um mindestens 15% reduziert werden und den niedrigsten Verkaufspreis der letzten 30 Tage um wenigstens 5% unterbieten.
  4. Es muss sich um ein neues Produkt handeln. Gebrauchte Produkte werden ausgeschlossen.
  5. Kampagnen für das gleiche Produkt dürfen sich nicht überlappen.

Gibt es mehrere Varianten eines Produktes, wird eine Mindestanzahl der verfügbaren Varianten in das Angebot aufgenommen, um dem Käufer die größtmögliche Auswahl zu ermöglichen. Zudem kann sich eine Variantenvielfalt des Produktes, welches für das Blitzangebot ausgewählt wurde, als vorteilhaft für dessen Zulassung erweisen.

Ein Amazon Blitzangebot wird jedoch nicht automatisch erstellt. Amazon prüft, ob ein Mindestumsatz mit dem Produkt gewährleistet werden kann, denn die Angebote müssen sich auch für Amazon lohnen. Darüber hinaus können Sie nur den Zeitraum auswählen, in dem das Blitzangebot erscheinen soll, nicht aber Wochentag oder Uhrzeit, diese werden von Amazon festgelegt. Das bedeutet, Ihr Angebot könnte je nach Tageszeit, weniger Aufmerksamkeit bekommen als erwartet. Ebenfalls ist eine Vorlaufzeit von 4 Wochen zu beachten, wenn Sie Ihre Amazon Blitzangebote planen.

Amazon Coupons

Amazon Coupons
Abbildung 14: Beispiel eines Amazon Coupons

Mithilfe von Amazon Coupons lassen sich sowohl für Seller als auch Vendoren ebenfalls weitere Verkäufe generieren. Durch die Auszeichnung erhält Ihr Produkt mehr Aufmerksamkeit und der Absatz ausgewählter Produkte kann so gesteigert werden. Sobald Sie einen Coupon erstellt haben, wird dieser automatisch auf der Produktdetailseite, der Coupon-Landingpage von Amazon und in den Suchergebnissen beworben. Zudem ist es möglich einen Coupon speziell für bestimmte Zielgruppen, z.B. für Prime-Kunden, zu erstellen.

Amazon Coupon Landingpage
Abbildung 15: Amazon Coupon Landingpage

Ein Coupon reduziert den Preis entweder um einen festen Euro-Betrag oder um einen prozentualen Wert. Dabei kann dem Kunden ein Rabatt von 5%-80% gewährleistet werden. Er erscheint in Orange unter dem Artikelpreis mit dem Text „Rabattgutschein einlösen und X-€ oder X-%Prozent sparen“.

Setzt der Kunde einen Haken an der Checkbox, wird der Coupon automatisch aktiviert und abgezogen. Klickt der Kunde auf DETAILS, so erhält er weitere Informationen zur Gültigkeit und einen weiteren Link zu einer speziellen Landingpage, auf der alle gültigen Coupons bei Amazon aufgelistet sind. Seller müssen darauf achten, dass ihr Produkt mindestens um 1€ reduziert wird.

Ein Coupon kann entweder einmalig oder mehrfach eingelöst werden, wie häufig entscheiden Sie. Bei der Erstellung eines Coupons müssen Sie eine Vorlaufzeit von 1-2 Stunden einplanen. Außerdem kann ein Coupon 1 Jahr im voraus geplant und eine Laufzeit von 1 bis 90 Tage eingestellt werden.

Coupons gehören zu den gebührenpflichtigen Werbeangeboten auf Amazon. Seller und Vendoren müssen pro Produkt einen maximalen Betrag von 0,50€ zahlen. Um einen Coupon für eines Ihrer Produkte zu erstellen, müssen Sie keine Anforderungen erfüllen.

Um mehr Kunden auf die Aktion aufmerksam zu machen, sollten Sie in Erwägung ziehen Kooperationen mit Deal-Plattformen einzugehen, welche Rabattaktionen sammeln und veröffentlichen.

Deal-Plattformen
Abbildung 16: Kooperation mit Deal-Plattformen

Exklusive Prime-Rabatte

Neben den Gutscheincodes und Preisnachlässen ist es zusätzlich möglich, exklusive Rabatte für Prime-Kunden zu erstellen. Diese Werbeaktion können Sie nur als Seller nutzen. Dabei ist ein Rabatt von mindestens 10% regulär und an bestimmten Events, wie z.B. BlackFriday, von 20% vorgesehen. Der Nachlass erscheint nach Einstellung des Rabatts auf der Produktdetailseite. Um jedoch exklusive Prime-Rabatte schalten zu können muss ihr Produkt mindestens 3 Sterne aufweisen und ein FBA-Produkt sein.

Exklusive Prime Rabatte
Abbildung 17: Exklusive Prime-Rabatte

Events (z.B. Amazon Prime Day)

Amazon Prime Day
Abbildung 18: Ausschnitt aus den Bestsellern des Amazon Prime Days 2019

Der 2015 ins Leben gerufene Prime Day ist ein Shopping-Event, bei dem nur Prime Kunden von besonderen Angeboten profitieren können. Wann genau der Prime Day stattfindet, gibt Amazon erst kurz vorher bekannt, aber in der Regel liegt der Termin im Juli. Nachdem im Jahr 2018 an diesem Tag über 100 Millionen Produkte verkauft wurden, gehört der Prime Day mit zu den größten Shopping-Events.

Diese gebührenpflichtige Kampagne wird auch über Blitzangebote durchgeführt. Dabei müssen die Produkte für die Aktion vorab bei Amazon eingereicht werden, bevor sie dann an dem Aktionstag für Prime-Mitglieder zu einem besonderen Preis angeboten werden. Während diese Aktion bis 2017 kostenlos war, wird nun eine Teilnahmegebühr pro Blitzangebot berechnet. Passt sowohl das Werbebudget als auch das Produkt für den Prime Day, so haben Sie die Möglichkeit, an einen der Shopping-Events des Jahres teilzunehmen, welches jedes Jahr seine Verkaufsrekorde bricht.

Zusammenfassung Preismaßnahmen

Neben Amazon Advertising bieten Ihnen auch die Amazon Promotions sowohl als Vendor als auch als Seller verschiedene Möglichkeiten an, die Sie gezielt als zusätzliche Vertriebsinstrumente einsetzen können.

Da sich nicht alle Vertriebsinstrumente für Seller und Vendoren überschneiden, stellen Ihnen die folgenden Tabellen einen kurzen Überblick über alle wichtigen Informationen zu der jeweiligen Preismaßnahme bereit.

Preismaßnahmen Amazon Seller
Abbildung 19: Übersicht Preismaßnahmen Seller
Preismaßnahmen Amazon Vendoren
Abbildung 20: Übersicht Preismaßnahmen Vendoren

Amazon Brand Stores

Amazon Brand Stores
Abbildung 21: Beispiel eines Amazon Brand Stores

Mit dem kostenlosen Tool Amazon Brand Store können Sie als Vendor oder Seller Ihren eigenen Shop auf Amazon mit von Amazon vorgegebenen Elementen gestalten. Mit einem Brand Store können Sie gezielt Produktkategorien, Neuheiten, Specials und Top-Seller bewerben. Zudem erlangen Sie durch einen Brand Store die Möglichkeit Ihre Marke besser zu präsentieren darzustellen und damit Markenaffinität zu schaffen. Um Amazon Brand Store nutzen zu können, müssen Seller und Vendoren die Amazon-Markenregistrierung durchführen.

Auch wenn Elemente von Amazon vorgegeben sind, können die Designs und Vorlagen sehr flexibel und individuell angepasst werden, um Ihre Produkte bestmöglich zu präsentieren. Dabei lassen sich zum Beispiel Produkt-Widgets einfügen, Slider, Videos und Text-Elemente frei miteinander kombinieren. Kunden können Ihren Amazon Brand Store erreichen, wenn Sie auf Ihre Marke überhalb bzw. unterhalb Ihres Produkttitels klicken.

Link zum Amazon Brand Store
Abbildung 22: Link zum Amazon Brand Store

Zusätzlich können Kunden auch über Google auf Ihren Amazon Brand Store gelangen, denn Ihr Amazon Brand Store wird von Google indexiert und gelistet.

Brand Store Seiten eignen sich außerdem als Zielseiten für Sponsored Brands-Anzeigen und externe Werbekampagnen, von welcher aus Sie auf Ihren Amazon Brand Store verlinken können.

Zusammenfassung und Empfehlung

Amazon bietet sowohl Sellern als auch Vendoren viele Möglichkeiten, Ihre Produkte zu bewerben. Dies stellt Sie vor die Herausforderung, die richtige Kampagne für Ihre Produkte zu wählen. Denken Sie deshalb vor allem an Ihr Ziel. Was wollen Sie mit Ihrer Kampagne erreichen? Bessere Sichtbarkeit? Viele Verkäufe in kurzer Zeit?

  • Amazon Sponsored Products und Amazon Sponsored Brands helfen Ihnen, eine bessere Sichtbarkeit zu erlangen. Ihre Artikel werden sowohl auf den Suchergbnisseiten als auch auf Produktdetailseiten ausgespielt.

  • Amazon Sponsored Display bietet Ihnen die Möglichkeit, auf einfache Weise Kampagnen zu erstellen, die Zielgruppen auf und außerhalb von Amazon erreichen.

  • Weitere Werbeaktionen auf Amazon, wie z.B. Coupons, helfen Ihnen dabei, Preise ausgewählter Produkte zu reduzieren und so die Konversionrate zu erhöhen.

Dabei lassen sich die oben genannten Instrumente auch kombinieren. Wichtig ist, dass Sie die zu Ihnen passende Strategie entwickeln. Zudem denkt sich Amazon regelmäßig neue Instrumente aus. Bleiben Sie daher am Ball!

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