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Henriette Rasmussen

Erfolgreich auf dem Amazon US-Markt verkaufen

29.01.2024 • Lesezeit: ca. 29 min • von Henriette Rasmussen
  1. Gründe für den Markteintritt in die USA
  2. Herausforderungen des US-Markts
  3. Grundlegende Unterschiede zwischen dem Amazon-Markt in Europa und in den USA
    1. Kaufverhalten
    2. Kulturelle Unterschiede & Kommunikation
  4. Markteintrittsstrategie
    1. Die wichtigsten Schritte für den Markteintritt
    2. Registrierung auf dem US-Markt
    3. Markteintritt in den USA vs. auf allen nordamerikanischen Marktplätzen
  5. Steuergesetzgebung und Umsatzsteuerpflicht in den USA
    1. Steuerregistrierung
    2. Sales Tax
    3. Nexus
  6. Rechtliche Besonderheiten
    1. Produkthaftung
    2. Unterstützung durch Amazon
    3. Markenschutz
    4. Gründung eines amerikanischen Unternehmens
    5. Bankkonto oder Währungsumrechner?
  7. Produktanpassungen
    1. Kommunikation
    2. Preisanpassungen
    3. Produktkennzeichnungen & -zulassungen
    4. Warnhinweise
    5. Unzulässige Begriffe
  8. Logistik und Versand
    1. Die Nutzung von Amazon FBA
    2. Importvorschriften
    3. Zoll
  9. Kundenservice und Support
  10. Marketing und Werbung
    1. Werbeanzeigen
    2. Suchmaschinenoptimierung
    3. Kundenbewertungen
    4. Produktpräsentation
  11. Erfolgsmessung und Monitoring
  12. Fazit
  13. Häufige Fragen und Antworten zum Thema Amazon-US Markteintritt

Viele Händler aus Deutschland liebäugeln mit einer Expansion auf den US-Markt, verspricht dieser doch hohe zusätzliche Umsätze. Doch der Markteintritt ist auch mit diversen Herausforderungen verbunden. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede und Herausforderungen, die deutschen Verkäufern auf dem US Markt begegnen.

Gründe für den Markteintritt in die USA

Früher stellte der US-Markt mit seinen logistischen Hürden insbesondere für kleinere Unternehmen eine Herausforderung dar. Plattformen wie Amazon haben mit ihrer Infrastruktur den Verkauf für Händler wesentlich erleichtert. Und auch mit Blick auf die Zukunft zeigen Prognosen ein kontinuierliches Wachstum des Online-Handels in den USA.

Prognose zum Online-Anteil des Einzelhandelsumsatzes in den USA für die Jahre 2023 bis 2027, Quelle: Statista

Prognose zum Online-Anteil des Einzelhandelsumsatzes in den USA für die Jahre 2023 bis 2027, Quelle: Statista

Der US-amerikanische Amazon-Marktplatz ist der umsatzstärkste weltweit und ermöglicht Händlern Zugang zu einer breiten Zielgruppe. Aufgrund der hohen Produktnachfrage und Kaufbereitschaft bietet er ein hohes Umsatzpotential.

Die folgende Grafik verdeutlicht die Größe und Reichweite des US-amerikanischen Amazon-Marktplatzes im Vergleich zu Deutschland. Im Februar 2023 verzeichnete amazon.com beeindruckende 2,2 Milliarden monatliche Besuche, was mehr als dem Fünffachen der monatlichen Besuche auf amazon.de entspricht.

Monatliche Visits auf den Marktplatz-Seiten der einzelnen Länder in Millionen, Quelle: Statista

Monatliche Visits auf den Marktplatz-Seiten der einzelnen Länder in Millionen, Quelle: Statista

Folgende Vorteile bietet der US-amerikanische Amazon-Markt europäischen Händlern:

  • Größte Marktwirtschaft: Die USA sind die größte Marktwirtschaft der Welt, was ein enormes Absatzpotenzial für europäische Händler bedeutet.
  • Hohe Kaufkraft: Die hohe Konsumfreude und Kaufkraft der amerikanischen Bevölkerung erhöhen die Erfolgschancen für Händler, ihre Produkte erfolgreich zu verkaufen.
  • Breite Zielgruppe: Die kulturelle Vielfalt und die unterschiedlichen Interessen der US-Bevölkerung schaffen eine breitgefächerte Zielgruppe. Neben amerikanischen Kunden kaufen auf amazon.com auch Kunden aus Kanada, Mexico und ganz Südamerika.
  • Innovative Features & Tools: Der US-amerikanische Amazon-Marktplatz ist oft Vorreiter bei der Einführung neuer Features und Tools. Europäische Händler, die ihre Produkte auf dem US-Markt einführen, haben frühzeitig Zugang zu diesen Tools.
  • Einheitliche Sprache: Englisch ist die offizielle Sprache, was die Kommunikation mit Kunden vereinfacht und den Markteintritt für europäische Händler erleichtert.
  • Einheitlicher Verkaufsprozess: Die einheitliche Struktur auf den Amazon Marktplatz-Seiten vereinfacht den Verkaufsprozess, da die Funktionsweise sehr ähnlich ist.
  • Innovationsfreundliches Umfeld: Die USA gelten als innovationsfreudiges Land, was für Händler, die innovative Produkte anbieten, zusätzliche Chancen schafft.

Die umfassende digitale Erschließung, die einheitliche Sprache und die hohe Kaufkraft der Verbraucher machen den US-Markt attraktiv für viele europäische Händler. Zudem eröffnen sich durch den kontinuierlichen Anstieg des Einzelhandelsumsatzes für europäische Händler verlockende Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung – eine Entwicklung, mit der auch Amazon selbst wirbt.

Amazons Werbung für die Internationalisierung, Quelle: Amazon

Amazons Werbung für die Internationalisierung, Quelle: Amazon

Herausforderungen des US-Markts

Der Eintritt in den US-amerikanischen Markt birgt neben Chancen auch einige potentielle Risiken für europäische Händler. Auf folgende Herausforderungen sollten sich Amazon Seller vorbereiten:

  • Hohe Wettbewerbsintensität: Aufgrund der Größe des Markts gibt es eine hohe Anzahl von Verkäufern, was den Wettbewerb intensiviert.
  • Komplexe steuerliche Regelungen: Die steuerlichen Regelungen in den USA sind komplex und können für europäische Händler, die sich mit den unterschiedlichen Anforderungen der Bundesstaaten auseinandersetzen müssen, verwirrend sein.
  • Verschiedene Verbraucherpräferenzen: Die Präferenzen der US-amerikanischen Verbraucher können sich von denen in Europa unterscheiden, was Anpassungen in Bezug auf Produkte, Marketing und Kundenservice erfordern kann.
  • Höhere Versicherungskosten: Das Produkthaftungsrisiko in den USA ist oft höher als in Europa, was sich in höheren Versicherungsprämien für europäische Händler niederschlagen kann.
  • Anpassung an Sprache und Kommunikation: Die Notwendigkeit, sich an die Sprache und die nationalen Maßeinheiten anzupassen, kann für europäische Händler mit Herausforderungen verbunden sein.
  • Höhere Logistikkosten: Die Lieferung von Waren innerhalb der USA kann aufgrund der Größe des Landes und unterschiedlicher Versandkostenstrukturen teurer sein.

Im Folgenden gehen wir näher auf die Herausforderungen und Lösungsansätze ein.

Grundlegende Unterschiede zwischen dem Amazon-Markt in Europa und in den USA

Europäische Verkäufer, die den Schritt in den US-Markt wagen, müssen sich auf vielfältige Unterschiede einstellen. Dazu gehören unterschiedliche Kundenpräferenzen, Richtlinien und mitunter Produktanforderungen. Welche grundlegenden Unterschiede sich zwischen den Märkten finden, werden wir im Folgenden erläutern.

Kaufverhalten

Auch wenn es in den USA und Europa viele Ähnlichkeiten bei den beliebtesten Produktkategorien gibt, zeichnen sich dennoch einige Unterschiede ab. Während es in den USA üblich ist, Lebensmittel online zu kaufen, ist dieser Trend in Europa deutlich weniger verbreitet. Unterschiede zeigen sich auch in der Häufigkeit des Online-Einkaufs: Viele US-Bürger bestellen mehrmals pro Woche, während europäische Kunden häufig nur wöchentlich oder sogar monatlich online einkaufen.

Des Weiteren zeigt sich, dass in den USA vermehrt auf Rabattaktionen und Coupons reagiert wird, während europäische Kunden stärker auf Qualitätsbewertungen achten. Kundenorientierte Websites, vielfältige Kundenbetreuungskanäle und kurze Lieferzeiten stellen ebenso wie kostenlose Lieferungen und Rücksendungen häufig eine Selbstverständlichkeit in den USA dar.

Kulturelle Unterschiede & Kommunikation

Ein wesentlicher Schritt zur Internationalisierung ist die Anpassung an die Sprache und Kultur des Ziellandes. Eine korrekte Sprachwahl ist essentiell, doch auch sprachliche Feinheiten sollten beachtet werden. Lokale Ausdrucksweisen und kulturell angepasste Sprache stärken die Kundenbindung und fördern das Vertrauen.

Gerade während der zahlreichen Feiertage wird auf Amazon viel eingekauft. Daher sollten Produkte und Marketingstrategien entsprechend auf diese festlichen Anlässe ausgerichtet werden.

Feiertage in den USA, Quelle: Amazon

Feiertage in den USA, Quelle: Amazon

Markteintrittsstrategie

Ein erfolgreicher Markteintritt in die USA erfordert mehr als den reinen Transfer des deutschen Produktkatalogs. Eine Markt-, Preis- und Zielgruppenanalyse der spezifischen Nische ist essentiell. Finden Sie heraus, ob das Produkt ausreichend Vorteile bietet, um auf dem US-Markt erfolgreich zu sein.

Mithilfe des Tools Brand Analytics lassen sich beispielsweise Marken, Suchbegriffe oder ASINs analysieren. Identifizieren Sie, welche Produkte und Marken innerhalb bestimmter Kategorien besonders oft geklickt und gekauft werden. Auf diese Weise erhalten Sie detaillierte Einblicke in das Kaufverhalten der US-Kunden.

Welche Produkte sich am besten verkaufen, hängt sowohl vom Produkt selbst als auch von der Kategorie und Marke ab. Einige Kategorien erfordern eine Freischaltung oder spezielle Berechtigungen. Für den Verkauf von marken-, urheber- oder patentrechtlich geschützten Produkten müssen Sie der legitime Eigentümer oder ein autorisierter Wiederverkäufer sein.

Um die Verbraucherpräferenzen zu verstehen, ist eine Analyse der Trends und Nachfrage erforderlich. Durch kontinuierliche Marktbeobachtung können Sie flexibel auf neue Entwicklungen reagieren.

Die wichtigsten Schritte für den Markteintritt

Um erfolgreich in den US-Markt einzutreten, ist es von Bedeutung, eine gründliche Marktforschung und -planung durchzuführen. Hierbei sollten Sie sich zunächst folgende Fragen stellen, die als Leitfaden für Ihre Strategie dienen:

  • Welche Unternehmen sind erfolgreich in der Branche tätig und was zeichnet ihre Strategien aus?

Untersuchen Sie die Konkurrenz auf dem US-Markt. Identifizieren Sie erfolgreich agierende Unternehmen in Ihrer Branche und analysieren Sie ihre Produktangebote, Preise, Marketingstrategien und Kundenbewertungen. Amazons Berichte über Artikelvergleich- und Alternativkauf-Verhalten geben Aufschluss über Ihre Konkurrenz und das Kundenkaufverhalten.

  • Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

Verstehen Sie die Bedürfnisse, Vorlieben und Verhaltensweisen Ihrer potenziellen US-Kunden. Nutzen Sie Tools, um demografische Daten und Online-Verhaltensweisen zu erfassen. Identifizieren Sie Zielgruppensegmente, um Ihr Marketing gezielt auszurichten.

  • Ist der vorgeschlagene Preis wettbewerbsfähig und deckt er alle zusätzlichen Kosten für etwa Verwaltung und Logistik ab?

Bestimmen Sie eine wettbewerbsfähige Preisstrategie, die sowohl Ihre Kosten als auch die Preisstruktur auf dem US-Markt berücksichtigt. Achten Sie darauf, Zollgebühren, Versandkosten und andere Kosten einzubeziehen.

  • Welche technischen und rechtlichen Anforderungen müssen für den Vertrieb des Produkts beachtet werden?

Stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte den US-Regulierungen und Standards entsprechen. Prüfen Sie die länderspezifischen Vorschriften und Zertifizierungen, um rechtliche Hürden zu vermeiden.

  • Welche aktuellen Trends und Nachfragen gibt es auf dem US-Markt?

Untersuchen Sie aktuelle Trends und Nachfragen auf dem US-Markt. Dies kann durch die Auswertung von Branchenberichten, sozialen Medien, Suchanfragen und Verkaufsdaten erfolgen. Identifizieren Sie Top-Seller-Produkte, saisonale Schwankungen und potenzielle Produktlücken.

  • Wie funktioniert die Plattform und welche Anforderungen gibt es an Händler?

Analysieren Sie die Funktionsweise von amazon.com. Verstehen Sie die Gebührenstruktur, AGBs und Anforderungen an Produktlistings. Optimieren Sie Ihre Logistik, um den amerikanischen Kundenerwartungen gerecht zu werden.

  • Wie kann ich flexibel auf neue Trends, Wettbewerbsbewegungen und Kundenfeedback reagieren?

Implementieren Sie ein System zur kontinuierlichen Marktbeobachtung, um flexibel auf neue Trends, Wettbewerbsbewegungen und Kundenfeedback reagieren zu können. Halten Sie sich stets über Veränderungen in der Branche auf dem Laufenden und passen Sie Ihre Strategie entsprechend an.

AMALYTIX kann Sie bei der Marktbeobachtung ebenso wie bei der Analyse in den Bereichen Performance, Content, Verfügbarkeit, Kundenzufriedenheit und Advertising unterstützen.

Registrierung auf dem US-Markt

Klären Sie vor dem Markteintritt zunächst die Voraussetzungen für die Registrierung. Die Registrierung selbst nehmen Sie am besten über "Weltweit verkaufen mit Amazon" vor, was Ihnen ermöglicht, die globale Infrastruktur von Amazon zu nutzen.

Sie können ein komplett neues Konto einrichten oder Ihre Verkäuferkonten verknüpfen, wodurch Verkäufe auf einer Seite verwaltet werden können. Für die Verknüpfung von Konten melden Sie sich in Seller Central an und wählen im Menü “Lagerbestand” die Option “Weltweit verkaufen”. Klicken Sie nun auf “Konten zusammenführen” und wählen Sie die gewünschten Konten aus. Nachdem Sie sich erneut angemeldet haben, erhalten Sie eine Vorschau der neu zusammengeführten Konten, welche Sie bestätigen können.

Registrierung auf amazon.com

Registrierung auf amazon.com

Um den Registrierungsprozess zu vervollständigen, müssen Sie die Geschäftsinformationen, Verkäuferdetails, Abrechnungsinformationen sowie Shopdetails aktualisieren. Für den erfolgreichen Abschluss der Kontoverifizierung benötigen Sie zudem ein Ausweis- sowie ein Adressnachweisdokument. Die genauen Anforderungen für die Verifizierung hat Amazon, je nach Standort des Unternehmens, zusammengefasst.

Markteintritt in den USA vs. auf allen nordamerikanischen Marktplätzen

Die Entscheidung, ob Sie nur in den USA oder auf allen nordamerikanischen Marktplatz-Seiten (Kanada, USA, Mexiko) verkaufen möchten, hängt von Faktoren wie Produktkategorie, Vertriebsrechten und Ressourcen ab. Amazon bietet Tools wie "Internationale Angebotserstellung einrichten" (BIL) und "Versand durch Amazon" an, die den Verkaufsprozess auf allen nordamerikanischen Marktplätzen erleichtern. Mit einem nordamerikanischen Seller Konto können Sie Produkte in einem, zwei oder allen drei verfügbaren nordamerikanischen Marketplace-Sites anbieten. Wichtig ist, dass Verkäufer sicherstellen, dass ihre Produkte den lokalen Gesetzen und Normen entsprechen. Weitere Informationen finden Sie unter Amazon Global Selling.

Steuergesetzgebung und Umsatzsteuerpflicht in den USA

Die Steuergesetzgebung in den USA unterscheidet sich erheblich von den europäischen Steuergesetzen. Hier sind einige Schlüsselaspekte, die Händler berücksichtigen sollten:

Steuerregistrierung

Für den Verkauf in den USA müssen Händler ihre Steueridentität erfassen. Dies geschieht im ersten Schritt durch das Ausfüllen eines Steuerfragebogens im Seller Central-Konto: Informationen zum Verkäuferkonto > Steuerinformationen > Steuerinformationen aktualisieren. Für diesen Prozess wird entweder eine Steuernummer EIN (Employer Identification Number) oder eine Sozialversicherungsnummer SSN (Social Security Number) benötigt.

Sales Tax

Die Sales Tax in den USA entspricht den europäischen Value Added Taxes (VAT), zu denen auch die deutsche Umsatzsteuer (USt) gehört. Ähnlich wie bei der deutschen Umsatzsteuer trägt in den USA der Endverbraucher wirtschaftlich die Steuerlast. Es liegt daher in der Verantwortung des Verkäufers, sicherzustellen, dass die Sales Tax korrekt berechnet und an den Staat abgeführt wird.

Anders als in Deutschland wird die Sales Tax in den USA in der Regel nur auf der letzten Ebene, also beim Verkauf an den Verbraucher, erhoben. Es gibt in den USA keinen einheitlichen Steuersatz für das gesamte Land. Die Höhe der abzuführenden Steuern hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa der Identität des Verkäufers, der Art des Artikels, dem Lieferzeitpunkt und -ort sowie der Versand- oder Lieferadresse einer Bestellung. Preise werden in den USA grundsätzlich netto ausgewiesen. Die Sales Tax wird dann im Verkaufsprozess hinzugefügt.

Durchschnittliche Höhe der Sales Taxes in den einzelnen Bundesstaaten, Stand 2023, Quelle: Tax Foundation

Durchschnittliche Höhe der Sales Taxes in den einzelnen Bundesstaaten, Stand 2023, Quelle: Tax Foundation

Die Höhe der Steuersätze variieren je nach Bundesstaat. Auf Verkäufe in einem Bundesstaat muss nur dann Sales Tax erhoben werden, wenn ein Nexus vorliegt.

Aus deutscher Sicht unterliegen die lokalen Verkäufe in den USA nicht der Umsatzsteuer, da die Lieferungen aus lokalen Warenlagern in den USA an US-Abnehmer erfolgen. In der Buchhaltung werden diese Umsätze als “nicht steuerbare Umsätze” erfasst.

Nexus

Ein Nexus bezieht sich auf die Verbindung eines Unternehmens mit einem Rechtsgebiet, wie etwa einem Bundesstaat in den USA. Der Nexus spielt eine wichtige Rolle in der Umsatzsteuerregelung, insbesondere bei der Sales Tax. Besitzt ein Unternehmen einen Nexus in einem Bundesstaat, hat es eine ausreichende Verbindung, um steuerliche Verpflichtungen auszulösen.

In Bezug auf den steuerlichen Nexus gelten unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Bundesstaaten der USA. Diese legen fest, wann ein Unternehmen verpflichtet ist, Sales Tax zu erheben und abzuführen. Dies kann auch dann gelten, wenn ein Unternehmen keinen physischen Standort in diesem Bundesstaat hat, dafür aber viele Verkäufe vor Ort generiert.

Verkaufen europäische Händler auf amazon.com, gilt jedoch eine Regel unabhängig vom Bundesstaat: Wenn Ihre Ware in einem bestimmten US-Bundesstaat gelagert ist, sind Sie verpflichtet, dort die entsprechende Sales Tax zu erheben und abzuführen. In diesem Fall sind Sie Eigentümer des Bestandes und werden steuerlich so behandelt, als wären Sie physisch in diesem Bundesstaat präsent. Die Nutzung eines Warenlagers oder FBA-Services von Amazon führt daher in den USA dazu, dass europäische Unternehmen die dort geltende Verkaufssteuer erheben und abführen müssen.

Die Umsatzsteuer ist mindestens vierteljährlich an den Bundesstaat abzuführen. Ein Ignorieren der steuerlichen Regelungen kann zu rechtlichen Konsequenzen führen. Zudem sollten Sie kontinuierlich dokumentieren, in welchen Bundesstaaten sich Ware befindet, wie viel in jedem Bundesstaat verkauft wurde und welche Umsätze erzielt wurden.

Unternehmen sollten die aktuelle Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten stets im Blick behalten und ihre Steuerpflichten anhand der Produktart, der Nexus-Voraussetzungen und Amazons Richtlinien überprüfen. Eine umfassende Beratung zum Steuerrecht in den USA sowie zu Themen wie Import, Labeling und Produkthaftung bietet zudem die Deutsch-Amerikanische Handelskammer an.

Rechtliche Besonderheiten

Händler sollten die rechtlichen Besonderheiten des amerikanischen Markts verstehen. Von der Produkthaftung über Markenschutz bis hin zur Gesellschaftsgründung gibt es zahlreiche rechtliche Faktoren, die in die Geschäftsstrategie integriert werden sollten.

Produkthaftung

In den USA gelten spezielle Regelungen für die Produkthaftung. Als Händler sollten Sie diese kennen und sicherstellen, dass Ihre Produkte den geltenden Standards entsprechen. Um deutsche Produkte vor amerikanischen Gerichten zuständig zu machen, ist ein "Minimum Contact" erforderlich. Dies ist der Fall, wenn Händler in den USA geschäftlich präsent sind.

Wie auch die Steuergesetzgebung erfolgt die amerikanische Produkthaftung auf Bundesstaaten-Ebene. Grundsätzlich gibt es laut der Industrie- und Handelskammer drei voneinander unabhängige Anspruchsgrundlagen für Produkthaftungsklagen:

  • Breach of Warranty: Hierbei handelt es sich um eine Verletzung der zugesicherten Eigenschaften oder Zusicherungen bezüglich eines Produkts. Wenn das Produkt nicht den gemachten Garantien entspricht, kann dies zu rechtlichen Ansprüchen führen.
  • Negligence: Ein solcher Anspruch aufgrund von Fahrlässigkeit entsteht, wenn eine Partei ihre Pflichten vernachlässigt und dadurch Schäden oder Verluste entstehen. Im Kontext von Produkthaftung bedeutet dies, dass der Hersteller oder Verkäufer fahrlässig gehandelt hat, was zu Schäden für den Verbraucher führt.
  • Strict Liability in Tort: Diese Grundlage besagt, dass eine Partei unabhängig von ihrem Verschulden haftbar gemacht werden kann, wenn sie ein Produkt herstellt oder vertreibt, das zu Schäden führt. Im Gegensatz zur Fahrlässigkeitsklage müssen Geschädigte hier nicht nachweisen, dass die beklagte Partei fahrlässig gehandelt hat.

Produkthaftungsklagen entstehen vor allem durch fehlerhafte Produkte. Fehler können während der Herstellung, im Design oder durch unzureichende Dokumentation entstehen. Die meisten Produkte deutscher Hersteller durchlaufen standardmäßig mehrere Qualitätsprüfungen. Eine fehlerhafte Dokumentation stellt daher oft das größere Risiko dar.

Es ist die Pflicht des Verkäufers, Käufer vor möglichen Gefahren des Produkts zu warnen. Besondere Beachtung gilt daher dem sogenannten „Failure to warn“ - dem Versäumnis, auf potenzielle Gefahren hinzuweisen. Warnhinweise sollten verdeutlichen, wie Gefahren minimiert werden können. Sie befinden sich direkt auf dem Produkt, auf der Verpackung oder in der Dokumentation. Weitere Informationen zu Warnhinweisen finden Sie auch unter “Produktanpassungen” weiter unten im Artikel.

Zusätzlich zur Sicherstellung der Fehlerfreiheit des Produkts ist der Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung empfehlenswert. Viele Versicherungen hierzulande schließen die USA und Kanada explizit aus. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass die USA mit eingeschlossen sind. Denn strikte Produktvorschriften und eine höhere Neigung zu Rechtsstreitigkeiten erhöhen das Klagerisiko in den USA.

Dass das Produkthaftungsrisiko in den USA höher ist, zeigt sich auch in vergleichsweise teuren Versicherungsprämien. Dennoch wird eine Versicherung dringend empfohlen, da in den USA - unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits - jede Partei ihre Prozesskosten selbst trägt.

Folgende Tipps können wir Ihnen zusammenfassend mit auf den Weg geben, um das Risiko einer Produkthaftungsklage zu minimieren:

  • Identifikation potenzieller Risiken: Schon in der Entwicklungsphase des Produkts sollten mögliche Risiken erkannt und adressiert werden.
  • Benutzerfreundliche Produkte: Um eine einfache Handhabung zu gewährleisten und Fehler zu vermeiden, sollten Produkte benutzerfreundlich gestaltet sein.
  • Qualitätskontrollen: Implementieren Sie systematische Kontrollen, um eine gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen.
  • Produktrückruf: Um Risiken zu minimieren und die Sicherheit der Verbraucher zu gewährleisten, sollten Produkte bei Bedarf zurückgerufen werden.
  • Standardgemäße Bedienungsanleitungen: Bedienungsanleitungen sollten nicht bloß übersetzt werden, sondern entsprechend der US-amerikanischen Standards verfasst sein. Hilfe finden Sie u.a. bei der Occupational Safety & Health Administration, die Richtlinien mit Gesetzeskraft erlässt.
  • Warnhinweise: Produkte sollten deutlich gekennzeichnet und mit klaren Warnhinweisen versehen werden.
  • Produkthaftungsversicherung: Eine Produkthaftungsversicherung bietet zusätzlichen Schutz gegen mögliche Haftungsansprüche.

Unterstützung durch Amazon

Unternehmen, die auf dem US-amerikanischen Amazon-Marktplatz monatlich über 10.000 USD umsetzen, müssen laut Amazon eine US-Produkthaftpflichtversicherung nachweisen. In dieser muss Amazon als Versicherungsnehmer eingetragen sein.

Mit ihrer Plattform zur Vermittlung von Haftpflichtversicherungen für Produktschäden, dem "Amazon Insurance Accelerator", unterstützt Amazon amerikanische Verkäufer. Dieser steht jedoch ausschließlich in den USA zur Verfügung. Verkäufer ohne Geschäftssitz vor Ort können das Programm noch nicht nutzen. Stattdessen können diese jedoch auf deutsche Versicherungspolicen zurückgreifen, die US-Produkthaftpflichtschäden abdecken.

Für einige Produkte bietet Amazon zudem Garantie und ermöglicht eine Abwicklung von Schadensersatz- und Verletzungsansprüchen zwischen Kunden, Verkäufern und Versicherungsanbietern. Dazu gehört etwa, dass Amazon Schadensersatzansprüche unter 1.000 USD in vielen Fällen auf eigene Kosten erstattet, ohne diese von den Verkäufern zurückzufordern.

Markenschutz

Bevor Sie sich für eine Expansion in die USA entscheiden, sollten Sie den Schutz der eigenen Marke gewährleisten. Um Risiken wie Rufschädigung zu minimieren, gibt es vor allem zwei wichtige Faktoren, die Amazon-Händler beachten sollten:

  • Produktfälschungen verhindern: Kennzeichnung der eigenen Markenware durch Serialisierung, z.B. über Project Zero und Amazon Transparency, um jedes Produkt individuell zu codieren und Fälschungen zu identifizieren.
  • Werbeschutz: Konkurrierende Marken können gezielt potenzielle Kunden im Advertising Traffic ablenken. Um dem entgegenzuwirken und die eigene Marke zu schützen, empfiehlt es sich, Amazon Sponsored Brands Kampagnen zu nutzen. Bei dieser Art von Werbekampagnen können Marken ihre eigenen Markensuchbegriffe als Schutzschild einsetzen. Wenn potenzielle Kunden nach diesen Begriffen suchen, erscheint die gesponserte Anzeige der Marke oben auf den Suchergebnisseiten. Dies hat den doppelten Vorteil, den Traffic auf die eigene Produktseite zu lenken und gleichzeitig die Sichtbarkeit der Marke zu stärken, sodass sie weniger anfällig für Ablenkungen durch konkurrierende Werbung wird.

Gründung eines amerikanischen Unternehmens

Um über amazon.com zu verkaufen, ist es nicht zwingend erforderlich, eine amerikanische Gesellschaft zu gründen. Eine Expansion ist auch mit einer deutschen UG oder GmbH möglich. Vorteile bringt die Gründung einer amerikanischen Gesellschaft jedoch vor allem in Bezug auf die Produkthaftung. Dadurch wird vermieden, dass das deutsche Hauptgeschäft im Zweifel für das Risiko des US-amerikanischen Unternehmenszweigs geradestehen muss.

Eine Tochtergesellschaft in den USA ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Produkte vor Ort hergestellt werden. Denn bei einem Mutterunternehmen als Produzent haftet dieses für rechtliche Ansprüche. Entscheiden Sie sich für die Gründung eines amerikanischen Unternehmens, sollte eine Rechtsform mit beschränkter Haftung, bspw. eine C-Corporation gewählt werden. Hierbei sollten Sie jedoch eine mögliche Durchgriffshaftung beachten. Wichtig ist zudem, die Gesetzeslage bei der Standortwahl zu berücksichtigen.

Der Verkauf über eine bereits bestehende deutsche Gesellschaft hat den Vorteil, dass nur Umsatzsteuer-, nicht jedoch Ertragssteuerpflicht besteht. Zudem ist ein schneller Start möglich, da keine Vorlaufzeiten für die FBA-Einlagerung benötigt werden.

Die Entscheidung einer Gesellschaftsgründung muss jedoch nicht zwingend zu Beginn getroffen werden. Die Angabe einer Gesellschaft kann im Seller Account auch zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden.

Bankkonto oder Währungsumrechner?

Die Gründung einer amerikanischen Gesellschaft wird häufig als notwendig erachtet, um ein Geschäftskonto für den Verkauf auf Amazon zu eröffnen. Das ist prinzipiell richtig, allerdings ist ein solches Konto nicht zwingend notwendig.

Die Auszahlung der Umsätze kann ebenso auf ein deutsches Konto erfolgen. Hierfür nutzen Sie den Amazon Currency Converter. Bei der Erstellung des US-Accounts wird die deutsche Bankverbindung angegeben, woraufhin Amazon die erzielten US-Dollar-Erlöse in Euro auf das deutsche Konto überweist. Händler sollten mit Wechselgebühren in Höhe von 4 % rechnen. Ob sich die Gründung eines amerikanischen Bankkontos lohnt, hängt daher vor allem von den erwarteten Umsätzen ab.

Produktanpassungen

Bei Verkäufen in die USA sind Produktanpassungen unumgänglich. Primär geht es dabei um die Kennzeichnung in englischer Sprache, sei es auf der Verpackung oder direkt auf den bedruckten Produkten. Eine Analyse der Kundenrezensionen gibt Aufschluss über die Erwartungen der US-Verbraucher und die erforderlichen Produktanpassungen. Doch es gibt noch weitere Aspekte in puncto Kommunikation, Kennzeichnung und Labeling zu beachten.

Kommunikation

Produkttitel und -beschreibungen sowie Bullet Points Ihrer Produkte sollten von muttersprachlichen Textern erstellt werden. Diese sollten grammatikalisch korrekt sein und kulturelle Nuancen sowie den US-amerikanischen Stil berücksichtigen.

Produkttitel sollten zudem relevante Keywords für den US-Markt integrieren. Dies verbessert die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen und erleichtert potenziellen Kunden die Identifizierung.

Das hier bekannte metrische Einheitensystem wird in den USA nicht verwendet. Stellen Sie daher sicher, dass alle Produktangaben, einschließlich Gewicht, Maße und Mengen, in US-amerikanischen Maßeinheiten angegeben sind.

Preisanpassungen

Um wettbewerbsfähig zu sein und rentabel zu operieren, sollten Händler einige Aspekte bei der Preisgestaltung für den US-Markt berücksichtigen. Führen Sie eine Wettbewerbsanalyse durch, um zu verstehen, welche Preisspannen in Ihrer Branche üblich sind. In den USA wird häufig ein marktorientierter Ansatz verfolgt, der sich stark von den Marktbedingungen und der Nachfrage leiten lässt. Setzen Sie einen Preis, der wettbewerbsfähig ist, ohne Sie aus dem Markt zu drängen.

Berücksichtigen Sie alle zusätzlichen Kosten wie Zoll, Währungsumrechnung und Lagerung, um sicherzustellen, dass Ihre Margen ausreichend sind. In den USA orientiert sich die Preisgestaltung oft am Markt und der Nachfrage.

Beachten Sie mögliche Währungsschwankungen zwischen Ihrer Heimatwährung und dem US-Dollar. Diese können sich auf Ihre Kostenstruktur und Preisgestaltung auswirken.

Produktkennzeichnungen & -zulassungen

Auch eine korrekte Kennzeichnung Ihrer Produkte ist relevant. Amazon fordert, dass auf der Plattform angebotene Produkte den landesspezifischen Produktkennzeichnungsvorschriften entsprechen. Je nach Produktkategorie sind zusätzlich zu einer globalen Identifikationsnummer (wie UPC, EAN oder ISBN) spezielle Zulassungen und Zertifikate erforderlich.

Folgende Zulassungen sind auf dem amerikanischen Markt besonders gängig:

  • FDA-Zulassung: Erforderlich für Produkte im Kontakt mit Nahrung oder Gesundheit, wie Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika.
  • CPC-Zulassung: Notwendig für Produkte für Kinder, darunter etwa Spielzeuge, Kindertransportmittel und Kinderbekleidung.
  • FCC-Kennzeichnung: Erforderlich für elektronische Geräte und Produkte mit drahtloser Kommunikation, um die Einhaltung der Funkfrequenzstandards zu bestätigen.
  • EPA-Registrierung: Notwendig für Produkte im Zusammenhang mit Pestiziden oder chemischen Substanzen.
  • UL-Zertifizierung: Erforderlich für elektronische Geräte sowie zahlreiche weitere Produkte, um die Einhaltung von Sicherheitsstandards zu bestätigen.

Es ist entscheidend, sich in jedem Fall über die spezifischen Anforderungen Ihrer Produktkategorie zu informieren. Hilfreiche Informationen zu diesem Thema hat Amazon unter Produktkategorien & Einschränkungen zusammengefasst.

Auszug auf Amazons Produktkategorien mit Einschränkungen

Auszug auf Amazons Produktkategorien mit Einschränkungen

Innerhalb der einzelnen Kategorien finden sich Hinweise zu der Produktauswahl, der Verpackung, dem Labeling, den Inhaltsstoffen, Sicherheitsanforderungen sowie vielen weiteren Informationen.

Auszug der Produktanforderungen für “Cosmetics and Skin and Hair Care”

Auszug der Produktanforderungen für “Cosmetics and Skin and Hair Care”

Warnhinweise

Abhängig von Ihrer Produktkategorie können Warnhinweise notwendig sein. Diese sollten deutlich lesbar sein und entweder auf der Verpackung und/oder auf dem Produkt selbst angebracht werden. Hierbei kann es hilfreich sein, Produkte von renommierten Wettbewerbern zu untersuchen und sich daran zu orientieren. Weitere Informationen vermerken Sie zudem in der Begleitdokumentation.

Je nach Produktkategorie, empfehlen wir Ihnen die Zusammenarbeit mit spezialisierten Partnern in den USA, um sicherzustellen, dass Ihre Produkte den geltenden Anforderungen entsprechen.

Unzulässige Begriffe

Die Vermarktung von Produkten in den USA unterliegt den Bestimmungen der Federal Trade Commission (FTC), die Konsumenten vor irreführendem Marketing schützen soll. Amazons Richtlinien basieren weitgehend auf diesen FTC-Regeln. Es gibt jedoch einige zusätzliche Vorschriften, die Amazon eigenständig durchsetzt.

Bestimmte Begriffe können dazu führen, dass Amazons Algorithmus Ihre Produkte falsch klassifiziert und Listings unterdrückt oder entfernt. Hier sind einige Begriffe, die vermieden werden sollten:

  • Pestizidbezogene Begriffe: z.B. Antimicrobial, Antifungal, Antibacterial
  • Umweltbezogene Begriffe: z.B Environmentally-friendly, Earth-friendly, Eco-friendly
  • Sicherheitsbezogene Begriffe: z.B. Safe, Non-poisonous, Non-injurious

Bei folgenden Verwendungen sollten Sie zudem in der Lage sein, zu belegen, dass diese Behauptungen stimmen: "Made in the U.S.A.", Garantien wie "Money-Back-Guarantee", “Native American / Indian” sowie “FDA Approved/FDA Cleared”.

Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Verwendung bestimmter Wörter in Ihrem Amazon-Listing ab. Wenn Ihr Listing entfernt wird, müssen Sie Nachweise vorlegen können, um Ihre Behauptung zu stützen. Bis Amazon dies validiert, kann es jedoch dauern, was zu einem Verlust der Verkaufsdynamik führen kann. Daher empfehlen wir, bestimmte Begrifflichkeiten lieber direkt zu vermeiden.

Logistik und Versand

Ein effizienter Logistik- und Versandprozess ist essentiell, um den US-Markt zu erobern. In diesem Abschnitt werfen wir daher einen Blick auf die verschiedenen Optionen für Händler.

Die Nutzung von Amazon FBA

Eine beliebte Option für die internationale Expansion ist Amazon FBA (Fulfillment by Amazon). Der Service automatisiert den gesamten Verkaufsprozess, vom Bestellvorgang über die Verpackung bis hin zum Versand. Händler können sich dadurch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Folgende Vorteile bietet Amazon FBA Händlern bei der internationalen Expansion:

  • Automatisierte Prozesse: Händler können den gesamten Verkaufsprozess, einschließlich Bestellabwicklung, Verpackung, Versand, Retourenabwicklung, Kundenbetreuung und Fakturierung, an Amazon auslagern.
  • Leichter internationaler Start: Amazon FBA bietet eine etablierte Infrastruktur und erleichtert den Einstieg in den Onlinehandel und internationale Märkte.
  • Prime-Vorteile: Produkte, die über FBA verkauft werden, erhalten automatisch ein Prime-Label, was sie bei der Platzierung in der Buy Box bevorzugt. Zudem sind Amazon Prime Mitglieder bekanntlich eine kaufkräftige Zielgruppe.
  • Schnelle Customer Journey-Abwicklung: Kurze Lieferzeiten und unkompliziertes Retourenmanagement verbessern die Kundenerfahrung.

Insgesamt bietet Amazon FBA eine effiziente Möglichkeit für Händler, neue Märkte zu erschließen. Es erleichtert den internationalen Start und ermöglicht den Zugang zu einem breiten Kundenstamm.

Importvorschriften

Auch für den Import in die USA ist es nicht zwingend nötig, eine amerikanische Gesellschaft zu besitzen. Deutsche Gesellschaften können als Importeure auftreten und Ware importieren.

Grundsätzlich funktioniert der Import in die USA ähnlich wie in Deutschland. Es gibt jedoch zusätzliche Faktoren, die beachtet werden sollten. Neben den Zollvorschriften zählen hierzu etwa die Maße für Pakete und Paletten. Die Warenanlieferung in die USA kann auf drei Arten erfolgen:

SPD = Small Parcel Delivery, Paketlieferungen LTL/FTL = Less Than Truck Load/Full Truck Load, Paletten-Anlieferung FCL = Full Container Loads, Vollcontainer-Ladung

Für die einzelnen Optionen gibt es verschiedene Richtlinien, die es zu beachten gilt. Hierbei können Spediteure wie etwa Forto oder Transglobal Express unterstützen.

Zoll

Für den Export von Waren aus Deutschland in die USA ist nicht nur die Beachtung der Einfuhrzölle und -steuern im Zielland wichtig, sondern auch die korrekte Abwicklung der Ausfuhrformalitäten in Deutschland. Eine Ausfuhranmeldung ist ab einem Wert der Sendung von über 1.000 € oder einem Gewicht von über 1.000 kg notwendig. Um den Zoll in Deutschland passieren zu können, müssen Sie in diesem Fall eine Ausfuhranmeldung vorlegen.

Diese Anmeldung können Sie selbst erstellen und bei der Abholung/Übergabe hinzufügen. Alternativ können Sie jedoch auch über das Amazon Service Provider Netzwerk (SPN) kostenpflichtige Dienste von Drittanbietern in Anspruch nehmen, die die Ausfuhranmeldung innerhalb von ca. 2-4 Tagen für Sie erstellen.

Beim Importieren von Waren in die USA fallen zudem Einfuhrzölle und -steuern an, die vor dem Versand überprüft werden sollten. Es gibt drei Zollverfahren:

  • De minimis: Waren bis zu einem Wert von 800 USD
  • Informal Entry: Waren bis zu einem Wert von 2.500 USD
  • Formal Entry: Waren ab einem Wert von 2.500 USD, sollte zusätzlich versichert werden

Die Zollgebühren richten sich nach dem Warenwert und der vom Händler verwendeten Zolltarifnummer. Diese können Sie in der Market Access Database der Europäischen Kommission recherchieren. Verwenden Sie eine inkorrekte Nummer, kann es zu Problemen und Lieferverzögerungen beim Zoll kommen.

Zudem müssen Handelsgüter, die in die USA importiert werden, von einem eingetragenen Importeur eingeführt werden. Dieser Importeur kann der Eigentümer oder der Käufer sein. Alternativ kann ein Zollagent beauftragt werden. Zollagenten sind von der Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA zugelassene Privatpersonen oder Firmen. Die Gebühren für die Dienstleistungen eines Zollagenten können je nach Agent und Umfang der Leistungen variieren. Um einen Zollagenten zu kontaktieren, besuchen Sie den Abschnitt "Ports" auf der Website der Zoll- und Grenzschutzbehörde in den USA. Hier finden Sie auch weitere Informationen über Zoll- und Einfuhrgebühren.

Kundenservice und Support

Laut der IHK betrachten in Deutschland lediglich 17 Prozent der Unternehmen Service als einen wesentlichen Bestandteil ihrer Verkaufsstrategie, während in den USA ganze 82 Prozent einen starken Fokus darauf legen. Hier einige Tipps für europäische Verkäufer:

  • Englische Kommunikation: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kundenservicepersonal gut in Englisch geschult ist. Eine klare, verständliche Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Kundenservicezeiten: Berücksichtigen Sie die Zeitunterschiede zwischen Europa und den USA und erweitern Sie gegebenenfalls die Kundenservicezeiten, um sicherzustellen, dass US-Kunden zu für sie günstigen Zeiten Unterstützung erhalten.
  • Mehrsprachiger Support: Ziehen Sie in Betracht, einen mehrsprachigen Support anzubieten.
  • Geschulte Mitarbeiter: Legen Sie Wert auf qualifizierte Mitarbeiter, die sich mit Ihren angebotenen Produkten auskennen. Sie sollten wissen, wo sich die Bestellung eines Kunden befindet, wann diese zugestellt wird und wie sie schnell und sicher auf Anfragen reagieren können.
  • Mehrere Kommunikationskanäle: Bieten Sie verschiedene Kommunikationskanäle an, wie E-Mail, Telefon oder Live-Chat, um den Kunden die Wahl zu lassen, wie sie Kontakt aufnehmen möchten. Stellen Sie sicher, dass die Kontaktdaten leicht zugänglich sind.
  • Schnelle Reaktionszeiten: Kunden schätzen es, wenn ihre Anliegen rasch bearbeitet werden. Bemühen Sie sich um schnelle Reaktionszeiten, insbesondere bei E-Mails und Anfragen über soziale Medien.
  • Klare Rückgabe- und Rückerstattungsrichtlinien: Stellen Sie sicher, dass Ihre Rückgabe- und Rückerstattungsrichtlinien klar und verständlich sind, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Seien Sie flexibel und kulant, wenn es um Lösungen für Probleme oder Rückgaben geht.
  • Lokale Zahlungsmethoden: Berücksichtigen Sie, lokale Zahlungsmethoden anzubieten, die in den USA gebräuchlich sind, um den Kaufprozess für US-Kunden zu erleichtern.
  • Erfahrungen nutzen: Nutzen Sie Feedback, um den Kundenservice kontinuierlich zu verbessern. Analysieren Sie häufig auftretende Probleme und suchen Sie nach Lösungen, um sie proaktiv anzugehen.

Entscheiden Sie sich dagegen, selbst einen Kundenservice anzubieten, können Sie alternativ einen Drittanbieter beauftragen. Amazon empfiehlt hierfür das Portal SellerEngine. Nutzen Sie Amazon FBA, verwaltet Amazon rund um die Uhr den Kundenservice in der Landessprache. Dadurch können Sie sich auf die Verwaltung und den Ausbau Ihrer Geschäftstätigkeit konzentrieren.

Marketing und Werbung

Die kulturellen Unterschiede zwischen europäischen und US-amerikanischen Kunden spiegeln sich auch im Marketing wider. Die Relevanz des Marketings in den USA wird von vielen europäischen Händlern unterschätzt. Laut der IHK investieren amerikanische Unternehmen durchschnittlich etwa 38 Prozent ihres Gesamtbudgets in Marketing, während deutsche Unternehmen weniger als die Hälfte dieser Summe aufwenden.

Werbeanzeigen

Die erhöhte Wettbewerbsintensität auf dem amerikanischen Online-Markt führt zu höheren Klickpreisen. Passen Sie Ihre Budgets ansprechend an und entwickeln Sie effektive Werbestrategien, um das Conversion-Potential zu verbessern.

Zeitgleich bietet der US-Markt eine breite Palette von Werbemöglichkeiten, darunter Influencer-Marketing, Video-Werbung und andere innovative Formate. Diese vielfältigen Optionen können Sie nutzen, um Ihre Zielgruppen auf unterschiedliche Weise zu erreichen. Die Integration von Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook ist essentiell, da Kunden dort häufig nach neuen Produkten suchen. Beteiligen Sie sich aktiv an diesen Kanälen und beachten Sie, dass Kundenbewertungen, Follower und Likes den Bekanntheitsgrad steigern.

Amerikanische Kunden schätzen Rabattaktionen und Sonderangebote. Die Integration von zeitlich begrenzten Angeboten steigert die Aufmerksamkeit und den Kaufanreiz. Ebenso wichtig ist die Berücksichtigung von speziellen Feiertagen und Verkaufsveranstaltung wie etwa dem “Labor Day” im September oder dem “Black Friday” und “Cyber Monday” im November.

Um Kunden auf der ganzen Welt zu erreichen, können Sie auf Amazon Ads wie Sponsored Products, Sponsored Brands und Sponsored Display zurückgreifen. Weitere Informationen enthalten die Richtlinien für Sponsored Ads.

Suchmaschinenoptimierung

Für die Steigerung der Sichtbarkeit ist eine effektive Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich. Beginnen Sie mit einer Keyword-Recherche, um relevante Begriffe zu identifizieren, die von US-amerikanischen Verbrauchern verwendet werden. Eine bloße Übersetzung der auf dem europäischen Markt verwendeten Keywords reicht nicht aus.

Berücksichtigen Sie lokale Anpassungen und regionale Unterschiede, um eine gute Platzierung in den Suchergebnissen zu erzielen. Suchalgorithmen ändern sich, ebenso wie das Verhalten der Verbraucher. Eine kontinuierliche Optimierung gewährleistet eine anhaltende Sichtbarkeit.

Ebenso relevant ist eine gezielte Keyword-Optimierung für Ihr Amazon Listing. Verwenden Sie relevante Schlüsselwörter in Produkttiteln, Bullet Points, Produktbeschreibungen und Backend-Keywords, um sicherzustellen, dass Ihr Produkt weit oben in den Suchergebnissen erscheint.

Durch eine umfassende SEO-Strategie, die auf die Besonderheiten des US-Markts zugeschnitten ist und kontinuierlich angepasst wird, können europäische Händler ihre Online-Sichtbarkeit steigern. Implementieren Sie Analysen und Überwachungstools wie AMALYTIX, um die Leistung Ihrer SEO-Strategie zu verfolgen.

Kundenbewertungen

Ähnlich wie in Europa sind Kundenbewertungen auch in den USA essentiell für die Kaufentscheidung. Wie folgende Grafik verdeutlicht, spielen neben Versandzeit, Auswahl und Preisen vor allem positive Bewertungen eine entscheidende Rolle bei der Kaufentscheidung der US-amerikanischen Verbraucher.

Gründe für US-amerikanische Kunden, bei Amazon einzukaufen, 2020 Quelle: Statista

Gründe für US-amerikanische Kunden, bei Amazon einzukaufen, 2020 Quelle: Statista

Eine gezielte Überwachung der Amazon Kundenbewertungen hilft, Produktverbesserungen umzusetzen, Ihre Listings um wichtige Informationen zu ergänzen und Umsatzveränderungen zu erklären. Dies ermöglicht eine proaktive Anpassung der Verkaufsstrategie, um auf Kundenrückmeldungen und Marktveränderungen effektiv zu reagieren.

Produktpräsentation

In den USA liegt der Fokus beim Online-Shopping stark auf visuellen Eindrücken. Während auf deutschen Marktplätzen vermehrt auf Datenblätter, Güte- und Warentest-Siegel geachtet wird, klicken Amerikaner sich lieber durch Produktbilder, Videos und Tutorials, die die Produkte lebhaft präsentieren.

Hochauflösende, authentische Produktbilder sind daher von Bedeutung. Texteinblendungen auf Produktbildern sollten in der jeweiligen Landessprache erfolgen, um eine klare Kommunikation sicherzustellen. Dadurch wird ein besseres Verständnis der Produkteigenschaften gewährleistet und das Vertrauen potenzieller Käufer gefördert.

Die Anpassung von Produktbildern an den US-Markt kann über den länderspezifischen Produktbilder-Upload von Amazon vorgenommen werden. Hierbei sollten die länderspezifischen Bilder-Richtlinien von Amazon beachtet werden. Trotz des verstärkten visuellen Fokus sollten jedoch auch Produktinformationen für amerikanische Kunden gut zugänglich sein. Diese sollten leicht verständlich und schnell erfassbar präsentiert werden.

Erfolgsmessung und Monitoring

Für die erfolgreiche Erschließung des US-Markts ist eine Erfolgsmessung und Überwachung entscheidend. Hierzu gehört die Analyse von Verkaufszahlen, um ein Verständnis darüber zu gewinnen, wie gut Produkte auf dem US-Marktplatz abschneiden.

Die Analyse von Kundenfeedback ist ein wichtiges Instrument, um Einblicke in die Kundenzufriedenheit und mögliche Produktverbesserungen zu gewinnen. Bewertungen und Rezensionen auf dem US-Marktplatz bieten direktes Feedback von Kunden, das Sie nutzen können, um Schwachstellen zu identifizieren und positive Aspekte zu verstärken.

Zusätzlich ist die Beobachtung von Marktveränderungen von großer Relevanz. Der US-Markt unterliegt ständigen Veränderungen in Bezug auf Nachfrage, Trends und Wettbewerb. Verfolgen Sie Markttrends, um schnell auf neue Chancen oder Herausforderungen reagieren zu können. Eine kontinuierliche Überwachung ermöglicht es Ihnen, Ihre Strategien anzupassen und auf die sich ändernden Bedingungen des US-Markts zu reagieren.

Im Prozess der Markterschließung bietet AMALYTIX wertvolle Unterstützung. Mit zahlreichen Funktionen ermöglicht das Tool eine effektive Erfolgsmessung und Überwachung auf dem US-Marktplatz. Nutzen Sie die detaillierten Verkaufsanalysen, die Keyword-Planung und die Auswertung von Kundenfeedback für fundierte Entscheidungen.

Fazit

Mit einer erfolgreichen Expansion in die USA eröffnen sich für europäische Amazon-Verkäufer zahlreiche Chancen. Der Zugang zum US-Mark ermöglicht einen Zugang zu einer großen Verbraucherbasis sowie eine deutliche Steigerung der Umsätze.

Die Erschließung des US-Markts erfordert von europäischen Amazon-Verkäufern ein Verständnis der spezifischen Anforderungen des Markts. Vom Aufbau einer starken Präsenz auf dem US-Marktplatz bis zur Anpassung von Marketingstrategien und dem Schutz vor rechtlichen Konsequenzen – jeder Schritt ist entscheidend für den Erfolg.

Eine gezielte Vorbereitung, kulturelle Sensibilität und die Nutzung effektiver Tools ermöglichen es Ihnen, Ihre Chancen auf nachhaltigen Erfolg zu maximieren. Amazon FBA kann hierbei helfen, einen erheblichen Teil der logistischen und organisatorischen Arbeit abzunehmen.

Durch kontinuierliches Monitoring, Anpassung von Strategien und effektive Erfolgsmessung können Sie sicherstellen, dass Ihre Produkte auf dem US-Marktplatz präsent sind und die Bedürfnisse der US-amerikanischen Verbraucher ansprechen. Die Fähigkeit, flexibel auf Trends und Kundenbedürfnisse zu reagieren, ist entscheidend, um langfristig erfolgreich zu sein.

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Amazon-US Markteintritt

Was sind Tax Holidays?

Tax Holidays sind zeitlich begrenzte Zeiträume, während derer bestimmte Steuern vorübergehend ausgesetzt oder reduziert werden. Hierzu zählt bspw. eine Umsatzsteuerbefreiung auf „Back to School“-Produkte kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. Diese Steuerferien werden von der Regierung eingeführt, um den Konsum oder die Wirtschaft anzukurbeln. Während der Tax Holidays müssen die Verbraucher für bestimmte Produkte oder Dienstleistungen weniger oder gar keine Steuern zahlen. In diesem Fall übernimmt Amazon jedoch die Berechnungen.

Welche Aufgaben übernimmt ein Zollagent?

Zollagenten spielen eine wichtige Rolle bei der Abwicklung der Zollabfertigung für US-Importeure. Sie arbeiten im Auftrag des Importeurs und besitzen eine Vollmacht, die es ihnen ermöglicht, im Namen des Importeurs gegenüber der Zollbehörde zu agieren. Die Hauptaufgaben eines Zollagenten umfassen die Abwicklung der Warenabfertigung, die Zahlung der Einfuhrgebühren und die Einhaltung der bei der Einfuhr erforderlichen Bürgschaft (customs bond/continous bond). Trotz der Unterstützung durch einen Zollagenten bleibt die Verantwortung für die Einordnung der Waren, die Festlegung des Warenwertes und die Abwicklung des Wareneingangs im US-Zollgebiet beim Unternehmen selbst.

Was ist das Amazon Service Provider Netzwerk (SPN)?

Das Amazon Service Provider Netzwerk (SPN) dient der Vermittlung von Drittanbietern, die Händler bei verschiedenen Schritten im internationalen Verkauf auf Amazon unterstützen. Hierzu zählen unter anderem Anbieter von Bildbearbeitungsdiensten, Anbieter für Compliance- und Steuerhilfe oder etwa Retouren-Anbieter. Für die Nutzung des Services registrieren Sie sich für den Export bei Amazon und wählen anschließend die gewünschte Servicekategorie auf der SPN-Website. Sobald Sie einen geeigneten Anbieter gefunden haben, können Sie diesem eine Serviceanfrage stellen.

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