Amazon A+ Content ermöglicht es Ihnen, Produktdetailseiten hochwertiger, verständlicher und verkaufsstärker zu gestalten. 2026 ist A+ Content dabei nicht nur eine Frage von Design und Conversion, sondern auch eine relevante Informationsschicht für Amazons AI-Shopping-Assistenten Rufus und AI-gestützte Produktempfehlungen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie A+ Content sinnvoll einsetzen, welche Voraussetzungen gelten und worauf Sie in der Praxis achten sollten.

Was ist Amazon A+ Content?

Eine normale Produktbeschreibung, die man seinem Produktlisting als Verkäufer auf Amazon hinzufügen kann, darf maximal 2.000 Zeichen umfassen. Für viele Produkte reicht diese Länge aus, um alle wichtigen Informationen darzustellen. Manche Händler verzichten sogar gänzlich auf eine Beschreibung und arbeiten lediglich mit den Bullet Points oben auf der Produktdetailseite.

Amazon A+ content einfache Produktbeschreibung

Beispiel für eine einfache Produktbeschreibung mit geringer Komplexität.

Es gibt jedoch Produkte, die eine umfassendere Erklärung benötigen. Gerade bei technischen Geräten braucht es oft mehr visuelle und textliche Einordnung, damit potenzielle Kunden schnell verstehen, worum es geht. Genau dafür ist A+ Content gedacht: als erweiterte Content-Fläche auf der Produktdetailseite, die über reine Standardbeschreibung hinausgeht.

A+ Content umfasst heute nicht nur Bilder plus Text, sondern je nach Ausgestaltung unter anderem auch Videos, Enhanced Images, flexibel platzierte Textbausteine, Vergleichsmodule und sogar shoppable Comparison Charts. Dadurch lassen sich Nutzen, Unterschiede zwischen Varianten und typische Fragen deutlich strukturierter darstellen.

Durch den A+ Content Amazon wird die Produktbeschreibung optisch stark aufgewertet

Beispiel für die visuelle und strukturelle Aufwertung durch A+ Content.

Laut Amazon kann Basic A+ Content die Sales um bis zu 8 % steigern. Bei Premium A+ nennt Amazon bis zu 20 %. Diese Werte sind Richtwerte und keine Garantie, zeigen aber, wie stark sich eine bessere Produktkommunikation auf die Kaufentscheidung auswirken kann.

Wofür A+ Content eingesetzt wird

A+ Content wird in der Praxis vor allem für vier Ziele genutzt: Produktvorteile verständlich erklären, Varianten sauber differenzieren, die Marke konsistent präsentieren und Informationen strukturiert für Rufus aufbereiten.

Der zusätzliche Platz stärkt die Kundenbindung, weil Nutzen, Einordnung und Markenwerte klarer vermittelt werden können.

A+ Content basiert auf modularen Inhaltsbausteinen. Welche Module sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie erscheinen, hängt vom Produkt und den verfügbaren Assets ab.

Unabhängig davon, ob Inhalte im Seller Central oder Vendor Central gepflegt werden, dient A+ Content vor allem dazu, Produktinformationen strukturierter, verständlicher und visueller aufzubereiten. Für Suchrelevanz bleiben Titel, Bullet Points und strukturierte Produktdaten die saubere Grundlage.

A+ Content Arten: Basic, Premium, Brand Story

Amazon unterscheidet heute drei Formen von A+ Content:

Basic A+ Content

Basic A+ Content ist der Standard für erweiterte Produktdarstellung mit modularen Bild- und Textbausteinen sowie Vergleichsmodulen. Für Seller, die die Voraussetzungen erfüllen, wird A+ Content als kostenfrei beschrieben.

Premium A+ Content

Premium A+ Content ist eine deutlich erweiterte, interaktivere Form von A+ Content. Die Freischaltung ist nicht pauschal an den Account-Typ gebunden, sondern an Voraussetzungen.

Typische Premium-A+-Features sind unter anderem:

  • größere Bilder, teils bis nahezu volle Seitenbreite
  • eingebettete Videos
  • interaktive Hotspots
  • klickbare Carousels für Bild und/oder Video
  • Q&A-Module
  • erweiterte Vergleichstabellen
  • shoppable Inhalte bzw. shoppable Comparison Charts

Brand Story

Die Brand Story ist eine eigene A+ Form zur Darstellung der Marke und kann zusätzlich zur Produktkommunikation genutzt werden. Eine ausführliche Einordnung finden Sie in unserem separaten Beitrag zur Amazon Markengeschichte (Brand Story).

Voraussetzungen für Basic und Premium A+

Für A+ Content benötigen Sie:

  1. Einen Professional Selling Account.
  2. Eine passende Rolle für eine in der Amazon Brand Registry registrierte Marke (z. B. Brand Representative oder Reseller).

Sobald diese Eligibility erfüllt ist, können berechtigte Seller A+ Content kostenfrei nutzen. A+ Inhalte lassen sich den relevanten ASINs der eigenen Marke zuordnen.

Zusätzliche Eligibility für Premium A+

Premium A+ ist ebenfalls an Voraussetzungen geknüpft. Dafür muss unter anderem eine Brand Story auf allen markeneigenen Produktlistings veröffentlicht sein. Zusätzlich werden mindestens fünf genehmigte A+ Inhalte innerhalb der letzten 12 Monate benötigt. Wenn eine Marke qualifiziert ist, erscheint im A+ Content Manager in der Regel ein entsprechender Hinweis.

Premium A+ Module in der Praxis

Typische Einsatzmuster von Premium A+ eignen sich als Orientierung, wenn Sie überlegen, wie Sie Inhalte gliedern, welche Module für Ihr Produkt sinnvoll sind und an welchen Stellen Video oder interaktive Elemente echten Mehrwert bieten.

Beispiel für A plus Content Amazon bei einem Produktlisting der Firma Hauck

Beispiel für den Einsatz von Premium A+ in einem Produktlisting.

A+ Premium Content Modul eines Camcorders von Sony

Beispiel für ein Premium-Modul mit eingebettetem Video.

Vorteile und Einsatzbereiche von A+ Content

Amazon A+ Content bietet Potenzial in mehreren Bereichen:

  • verständlichere Produktkommunikation
  • höhere Conversion und Sales
  • bessere Einordnung von Varianten und Einsatzzwecken
  • fundiertere Kaufentscheidungen

Das liegt vor allem daran, dass zusätzliche Texte, Grafiken, Vergleichsmodule und Videos zu einem besseren Produktverständnis beitragen. Wer die zentralen Fragen auf der Detailseite klar beantwortet, reduziert Unsicherheit vor dem Kauf.

Alleinstellungsmerkmale des Produkts durch A+ Content hervorheben

Bei der Erstellung von Marketing Content geht es darum, die Unique Selling Points (Alleinstellungsmerkmale) des Produkts klar zu vermitteln. Ihr Ziel sollte sein, den Nutzen des Produkts schnell verständlich zu machen.

A+ Content kann Eigenschaften und Funktionen klar hervorheben, wenn Module inhaltlich sauber priorisiert und verständlich aufgebaut sind.

Amazon A Plus Content Beispiel mit einem Rasenmäher

Beispiel: A+ Content hebt zentrale USPs strukturiert hervor.

A+ Content nutzen, um Kunden zu einer informierten Kaufentscheidung zu verhelfen

Relevante Informationen helfen, Kaufentscheidungen auf eine solide Grundlage zu stellen. So lassen sich Erwartungen realistischer steuern und Missverständnisse reduzieren.

A+ Content eignet sich außerdem, um Funktionen, Maße und Varianten transparent zu erklären.

Beispiel Amazon a+ inhalte Yogakissen

Beispiel: A+ Content unterstützt eine informierte Kaufentscheidung.

Komplexität der Produktbeschreibung reduzieren

Durch Bilder, Grafiken und präzise Texte lässt sich die Komplexität einer Produktbeschreibung deutlich reduzieren. Das ist besonders relevant bei Produkten mit vielen Funktionen und Merkmalen.

Gerade Videos und visuelle Erklärmodule können dabei helfen, die fehlende physische Interaktion im Online-Shopping besser auszugleichen.

Etwaige Kundenfragen mit A+ Content proaktiv beantworten

Mit A+ Content können Sie häufige Fragen frühzeitig adressieren. Dafür lohnt sich ein Blick in Rezensionen, Fragen und Kommentare auf der Produktdetailseite.

Bei Premium A+ stehen zusätzliche interaktive Formate wie Q&A-Module zur Verfügung, mit denen sich typische Einwände noch direkter aufgreifen lassen.

Premium A+ Q&A-Modul im A+ Content

Beispiel für ein Premium-A+ Q&A-Modul zur strukturierten Beantwortung typischer Kundenfragen.

Vergleichstabellen richtig einsetzen

Vergleichstabellen eignen sich dazu, weitere Produkte der eigenen Marke auf der Produktdetailseite zu präsentieren. Sie sollten sich auf Produkte derselben Marke beziehen und vor allem Unterschiede in Anwendung, Ausstattung oder Variante verständlich machen.

A+ Amazon Vergleichstabelle mit Produkten der eigenen Marke

Beispiel für eine Vergleichstabelle mit Produkten der eigenen Marke.

Markengeschichte knapp und sinnvoll einordnen

Eine gute Markengeschichte kann Vertrauen stärken, sollte im A+ Kontext aber gezielt und knapp eingesetzt werden. Für die ausführliche strategische Ausarbeitung nutzen Sie idealerweise eine eigene Brand-Story-Struktur.

Amazon A+ Content mit einem Beispiel der Marke Hipp

Beispiel für die Einordnung von Markenwerten innerhalb von A+ Content.

SEO, Indexierung und Alt-Text

A+ Content ist eine zentrale Fläche für Information, Verständlichkeit und Conversion. Für die klassische Suchrelevanz auf Amazon bleiben Titel, Bullet Points und Produktdaten weiterhin die wichtigste Basis.

Alt-Text in A+ Modulen dient in erster Linie der Barrierefreiheit. Zusätzlich kann sauber gepflegter Alt-Text in Suchkontexten hilfreich sein, ohne dass sich daraus pauschale Indexierungszusagen ableiten lassen.

Wichtig ist, dass Alt-Text den Bildinhalt konkret beschreibt und für Screenreader nutzbar ist. Reiner Keyword-Text ohne Bildbezug kann zu Ablehnungen führen.

Mobile-first denken

A+ Content ist auch für mobile Nutzer sehr wichtig. Deshalb sollten Sie Inhalte grundsätzlich mobile-first planen: klare Hierarchie, kurze Absätze und die wichtigsten Argumente früh sichtbar.

Prüfen Sie die Darstellung immer in Desktop- und Mobile-Ansicht. Vermeiden Sie außerdem unnötig viel eingebetteten Text in Bildern, damit Inhalte auf kleineren Displays gut lesbar bleiben.

Mobile A+ Content Darstellung mit Use Case 1 Mobile A+ Content Darstellung mit Use Case 2
Beispiele für die mobile Darstellung von A+ Content.

Rufus und AI Readiness als strategischer Zusatznutzen

A+ Content wird häufig als Design- und Conversion-Thema diskutiert. In der Praxis ist es 2026 sinnvoller, A+ als Baustein einer umfassenderen Produktkommunikation zu sehen.

Neben der Wirkung für Kunden liefert A+ Content auch zusätzlichen Kontext zu Produkt, Funktionen, Einsatzszenarien und Markenwelt. Diese strukturierte Informationsschicht kann Rufus als ergänzende Quelle zu klassischen Listing-Inhalten nutzen.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, finden Sie eine ausführliche Einordnung in unserem Amazon Rufus Guide 2026. Die Brand Story kann in diesem Zusammenhang unterstützend wirken, sollte aber nicht den Kern der Produktkommunikation ersetzen.

A+ Content erstellen: manuell und mit AI

Wenn Sie sich dafür entscheiden, A+ Content zur Produktdetailseite hinzuzufügen, reicht es nicht aus, nur einzelne Bilder und Sätze zu ergänzen. Der Gesamteindruck und die Inhalte sollten stimmig, klar und zielgruppengerecht sein.

Es hilft, A+ Content wie eine kleine Landing Page zu planen: Welche Fragen muss der Kunde beantworten können? Welche Einwände möchten Sie ausräumen? Welche Unterschiede zwischen Varianten sollen sofort erkennbar sein?

Anlegen im Seller Central und im Vendor Central

  1. Loggen Sie sich mit den entsprechenden Anmeldedaten im Seller Central oder Vendor Central ein. Stellen Sie sicher, dass Ihre Marke in der Amazon Brand Registry registriert ist und Ihre Rolle zur Bearbeitung berechtigt.

  2. Öffnen Sie den A+ Inhaltsmanager. Dort sehen Sie bestehende Projekte und starten neue Inhalte für Standard oder Premium A+.

A+ Inhaltsmanager Übersicht

Aktuelle Übersicht im A+ Inhaltsmanager.
  1. Erstellen Sie einen neuen Standard-A+ Inhalt oder arbeiten Sie mit einem bestehenden Dokument weiter.

Standard A+ erstellen

Startpunkt für die Erstellung von Standard-A+ Inhalten.

Standard A+ Module

Auswahl und Strukturierung von Standard-A+ Modulen.

Standard A+ Modulbeispiel

Beispiel für die Befüllung eines Standard-A+ Moduls.
  1. Für Premium A+ wählen Sie die erweiterten Inhaltsoptionen und stellen die Module entsprechend zusammen.

Premium A+ erstellen

Startpunkt für die Erstellung von Premium-A+ Inhalten.

Premium A+ Module

Überblick über verfügbare Premium-A+ Module.

Premium A+ Modul hinzufügen

Beispiel für das Hinzufügen eines Premium-A+ Moduls.

Brand Story Modul

Beispiel für die Einbindung eines Brand-Story-Moduls.
  1. Befüllen Sie die gewählten Module mit Bildern, Texten und optional Videos, prüfen Sie die Vorschau und reichen Sie den Inhalt zur Freigabe ein.

Hinweis: A+ Content selbst unterstützt keine HTML-Tags. Inhalte sollten als klarer Fließtext ohne HTML-Formatierungen angelegt werden.

Neben dem klassischen manuellen Aufbau können Sie A+ Content auch AI-gestützt vorbereiten. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie für neue Produkte schnell eine solide Erstversion erstellen möchten.

A+ Content mit AI erstellen (AMALYTIX)

In AMALYTIX können Sie A+ Content für neue Produkte mit AI erstellen. Der Ablauf ist klar strukturiert: Produkt auswählen, Module festlegen (neu oder aus bestehendem Dokument übernehmen), Sprache wählen, optional einen eigenen Prompt ergänzen und die Erstellung starten.

A+ Content mit AI erstellen in AMALYTIX

So funktioniert der Workflow in der Praxis:

  1. Produkt aus dem Katalog auswählen
  2. Module neu zusammenstellen oder aus bestehendem A+ Dokument übernehmen
  3. Sprache und optionalen Prompt festlegen
  4. AI-Generierung starten
  5. Inhalte prüfen, Bilder ergänzen und an Amazon übertragen

Der generierte Inhalt ist in der Regel nach kurzer Zeit verfügbar und kann anschließend im Tool weiter bearbeitet werden, z. B. mit eigenen Bildern aus der Mediathek, angepassten Bildausschnitten und finalen Textkorrekturen.

Hinweis zur aktuellen Verfügbarkeit
Die AI-gestützte Erstellung ist aktuell für Standard-A+ Content verfügbar. Premium-A+ wird derzeit über die Amazon API noch nicht unterstützt.
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Technische Umsetzung über die Selling Partner API (optional)

Für die technische Umsetzung stellt Amazon die offizielle Selling Partner API für A+ Content bereit. Die zentrale Logik basiert auf sogenannten Content Documents.

Typischer Ablauf:

  1. Content Document erstellen
  2. Inhalte validieren
  3. ASINs zuordnen
  4. Zur Freigabe einreichen

Wichtige Statuswerte sind unter anderem:

  • DRAFT
  • SUBMITTED
  • APPROVED
  • REJECTED

Wichtig für ASIN-Zuordnungen: Wenn ASIN-Relations per API gepostet werden, ersetzt der Call den kompletten ASIN-Satz dieses Inhalts. Es handelt sich dabei nicht um ein partielles Update einzelner ASINs.

Weitere Informationen zur Amazon A+ Content API finden sich hier.

Welche A+ Inhalte sind von Amazon nicht zugelassen?

In den Amazon Guidelines ist festgelegt, welche Inhalte häufig zu einer Ablehnung führen. Dazu gehören unter anderem:

  • Preis-, Rabatt-, Promo- oder Versandinformationen
  • QR-Codes
  • Externe Links oder Weiterleitungen
  • Kontaktdaten des Unternehmens
  • Superlative wie “Bestseller” oder “Top-rated” ohne zulässigen Kontext
  • Umwelt- oder Gesundheitsclaims ohne belastbare Einordnung
  • Garantie- oder Gewährleistungsinformationen in Textfeldern
  • Minderwertige, zu kleine oder animierte Bilder
  • Unscharfe Bilder, Wasserzeichen oder schwer lesbarer Kleinsttext in Bildern
  • Falsche Bildspezifikationen (zulässig sind .jpg, .png, .bmp im RGB-Farbraum)
  • Fehlende Rechte an Bildern, Videos oder anderen Assets
  • Wettbewerberbezug bzw. Konkurrenzvergleiche

Wenn Sie Auszeichnungen, Zertifizierungen oder Empfehlungen nennen, sollten Quelle, Organisation und Jahr klar erkennbar sein. Veraltete oder unbelegte Aussagen erhöhen das Ablehnungsrisiko.

Wenn Inhalte abgelehnt werden, nennt Amazon in der Regel den Grund. Nach Korrektur können Sie den Inhalt erneut einreichen.

Best Practices für A+ Content

Starke A+ Inhalte starten in der Regel mit einem klaren Nutzenversprechen statt mit technischen Details. Ein sauberer Hero-Einstieg mit Anwendungskontext schafft Aufmerksamkeit, ordnet das Produkt ein und macht früh deutlich, für wen das Angebot relevant ist.

A+ Content Hero-Beispiel Nivea

Best-Practice-Beispiel: Klarer Hero-Einstieg mit starker Bildsprache und konsistentem Branding.

Ebenso entscheidend ist die Übersetzung von Features in Benefits. Technische Merkmale bleiben wichtig, wirken aber erst dann verkaufsstark, wenn der Nutzen im Alltag klar wird. Aus reiner Merkmalskommunikation wird so eine verständliche Problem-Solution-Logik.

Gute A+ Seiten zeigen außerdem konkrete Use Cases: Zielgruppen, Situationen und reale Anwendung. Produktdarstellungen ohne Kontext bleiben oft austauschbar, während Nutzungsszenarien Orientierung geben und Kaufentscheidungen beschleunigen.

A+ Content Use Cases Beispiel Teufel 1 A+ Content Use Cases Beispiel Teufel 2

Best-Practice-Beispiele: Konkrete Nutzungssituationen machen Use Cases und Zielgruppenbezug unmittelbar verständlich.

Auch die Informationsarchitektur hat direkten Einfluss auf die Wirkung. Bewährt hat sich eine klare Abfolge aus Einstieg, Einordnung, zentralen Vorteilen, vertiefenden Features, Use Cases und Vergleich. So entsteht eine nachvollziehbare Buyer Journey statt einer Aneinanderreihung einzelner Module.

Hinzu kommen konsistentes Branding, hochwertige Visuals und mobile-first gedachte Inhalte. Einheitliche Gestaltung, lesbare Textmengen, klare visuelle Hierarchien und sinnvoll eingesetzte Vergleichstabellen stärken Vertrauen und erleichtern die Auswahl innerhalb einer Produktlinie.

A+ Content Best Practice Beispiel Bose 1 A+ Content Best Practice Beispiel Bose 2

Best-Practice-Beispiele: Die Bose-Darstellungen überzeugen vor allem durch konsistente Bildsprache und klares Branding.

Im Kern lassen sich wirksame Best Practices auf fünf Prinzipien verdichten:

  • Nutzen statt Specs
  • Story statt Datenblatt
  • Use Cases statt isolierter Produktdarstellung
  • Struktur statt Modul-Chaos
  • Brand Experience statt generischem Content

Klare Use Cases, Zielgruppenbezug, Problemstellungen und semantisch saubere Produktkontexte erhöhen die Informationsdichte und machen Inhalte besser interpretierbar.

Häufige Fehler bei A+ Content

Amazon A+ Content Worst Practice Beispiel höhenverstellbarer Laptopständer

Beispiel typischer Schwachstellen in Aufbau, Lesbarkeit und Bildwirkung.

In A+ Projekten treten häufig wiederkehrende Strukturfehler auf. Besonders kritisch ist ein fehlender Einstieg: Statt den Nutzen schnell zu zeigen, startet der Inhalt direkt mit technischen Details. Dadurch entsteht kein klarer Conversion-Flow.

Ein zweiter häufiger Fehler ist die reine Feature-Kommunikation. Angaben wie Maße, Winkel oder Materialien sind wichtig, beantworten aber allein nicht die zentralen Kaufentscheidungsfragen: Für wen ist das Produkt gedacht, welches Problem löst es im Alltag und warum sollte man genau dieses Produkt wählen?

Zusätzlich fehlen in schwachen A+ Inhalten oft klare Anwendungssituationen. Reine Produktdarstellungen ohne Nutzungskontext, Zielgruppe oder Umgebung vermitteln wenig Orientierung. Häufig kommen auch visuelle Probleme hinzu, etwa geringe Lesbarkeit, zu dunkle Bildwirkung oder eine unklare Informationsstruktur.

In der Praxis lassen sich viele schwache A+ Seiten auf drei Kernprobleme reduzieren:

  • Features statt Benefits
  • kein konsistenter Storytelling-Flow
  • kein emotionaler oder nutzenorientierter Einstieg

Fehlen Use Cases, Zielgruppenbezug und Problem-Solution-Informationen, liefert die Produktdetailseite weniger verwertbaren Kontext.

Erfolgsmessung mit Manage Your Experiments

Grundsätzlich kann A+ Content zu qualifizierten Produktlistings hinzugefügt werden. Dennoch sollten Sie strategisch priorisieren und zuerst Produkte auswählen, bei denen der Mehrwert besonders hoch ist:

  • Produkte mit erklärungsbedürftigen Features
  • Topseller mit stabilem Traffic
  • Produkte mit hohem Beratungsbedarf
  • Listings mit klaren Variantenunterschieden

Woher weiß ich, dass mein A+ Content gut ankommt?

Sie können zentrale Kennzahlen wie Conversion Rate, Sales und Units Sold im Zeitverlauf beobachten. Aussagekräftiger wird es, wenn Sie mit Manage Your Experiments strukturiert testen.

Amazon Feature “Manage your Experiments”

“Manage Your Experiments” ist nicht auf A+ Content beschränkt. Testbar sind unter anderem:

  • Titel
  • Bilder
  • Bullet Points
  • Produktbeschreibung
  • A+ Content
  • Brand Story (sofern veröffentlicht)

So entsteht eine belastbarere Entscheidungsgrundlage, welche Inhalte für Ihre Zielgruppe besser funktionieren.

Wie funktioniert “Manage your Experiments?”

Die Besucher eines Listings werden in Testgruppen aufgeteilt, die unterschiedliche Varianten sehen. Als relevante Metriken betrachtet Amazon unter anderem:

  • Sales
  • Units Sold
  • Conversion Rate
  • Units Sold per Unique Visitor
  • Sample Size
  • projected one-year impact

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen:

  • Die ASIN muss zur eigenen Marke gehören.
  • Die ASIN benötigt in den letzten Wochen ausreichend Traffic.
  • Für A+- oder Brand-Story-Experimente muss der jeweilige Content bereits veröffentlicht sein.

Wie lange dauert ein Experiment?

Wenn die Dauer frei gewählt wird, empfiehlt Amazon typischerweise 8 bis 10 Wochen. Bei der Option “to significance” können Ergebnisse teilweise bereits nach rund 4 Wochen vorliegen.

Wichtig ist in jedem Fall, Experimente sauber aufzusetzen und nicht zu früh abzubrechen.

FAQ zu Amazon A+ Content

Was ist der Unterschied zwischen Basic und Premium A+?

Basic A+ bildet den Standard mit modularen Bild- und Textbausteinen. Premium A+ erweitert diese Basis um zusätzliche, interaktive Formate wie größere Bildflächen, Videos, Hotspots, Carousels, Q&A-Module und erweiterte Vergleichstabellen.

Welche Voraussetzungen gelten für A+ Content?

Für A+ Content benötigen Sie einen Professional Selling Account sowie eine passende Rolle für eine in der Amazon Brand Registry registrierte Marke, zum Beispiel als Brand Representative oder Reseller.

Wann qualifiziert sich eine Marke für Premium A+?

Premium A+ ist an Voraussetzungen geknüpft. Unter anderem muss eine Brand Story auf allen markeneigenen Produktlistings veröffentlicht sein, zusätzlich sind mindestens fünf genehmigte A+ Inhalte innerhalb der letzten 12 Monate erforderlich.

Welche Elemente lassen sich mit Manage Your Experiments testen?

Testbar sind unter anderem Titel, Bilder, Bullet Points, Produktbeschreibung, A+ Content und Brand Story (sofern veröffentlicht).

Was ist bei Vergleichstabellen erlaubt?

Vergleichstabellen dienen der Darstellung weiterer Produkte der eigenen Marke. Sie sollten sich auf Produkte derselben Marke beziehen und keine Konkurrenzvergleiche enthalten.

Welche Rolle spielt A+ Content für Rufus?

A+ Content dient nicht nur der visuellen Darstellung, sondern auch als strukturierte Informationsschicht. Rufus kann diese Inhalte als zusätzlichen Kontext für Produktempfehlungen und Antworten nutzen.

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